„Paper, Pulp, Plywood“ zeichnet ein Diagramm. Eine Werksstadt, entstanden um eine riesige Papierfabrik, ein Pavillon, der einem Wald ähnelt, ein weiterer aus Altpapier, der Hauptsitz eines Forstunternehmens in Form eines Sichtbetonturms, die Werbung in den Printmedien der Nachkriegszeit für Sperrholz und Spanplatten sowie der Protest in einem Urwald der Ureinwohner gehören zu den wichtigsten Koordinaten dieses Diagramms.
„Paper, Pulp, Plywood“ untersucht diese Orte und die damit verbundenen Spannungen bei der Produktion und dem Konsum aus Bäumen gewonnener Materialien. Anhand von sieben miteinander verknüpften Episoden argumentiert das Buch, dass die Architekturkultur im Kanada der Nachkriegszeit eng mit der politischen Ökonomie der Forstwirtschaft und deren Techniken der Rohstoffgewinnung verbunden war. Indem es die historischen Verbindungen der Forstwirtschaft zur Expansion des Kolonialreiches nachzeichnet, zeigt das Buch auf, wie die Verarbeitung von Bäumen zu standardisierten Materialien, die den Vorgaben der Architekten und den industriellen Normen entsprachen, die gebaute Umwelt sowie die Ökologie und das soziale und kulturelle Leben des Waldes maßgeblich umgestaltete.
Maren Koehler
Paper Production Forestry Industry Resource extraction empire norming standardisation CCA Macmillan Bloedel and Powell Pulp and Paper Association Kissiloff & Wimmershoff Ltd Canadian Pulp and Paper Pavilion Expo 67 Montreal Clayoquot Sound