In Mythen, Märchen und Erzählungen begegnen wir Tricksterfiguren wie Hermes, Till Eulenspiegel und Bugs Bunny. Mehrere erfolgreiche Filme fußen auf Drehbüchern, die dem Helden oder der Heldin eine oder mehrere Tricksterfiguren zur Seite stellen, wie im Walt Disney Film Vaiana mit dem trickreichen Halbgott Maui. Doch nicht nur im Mythos kommen uns die verschlagenen Schelme entgegen, sondern auch in der Realität treffen wir in vielen gesellschaftlichen Bereichen auf Menschen, die Manipulation, Betrügerei und Täuschung schlafwandlerisch zu beherrschen scheinen. C. G. Jung schrieb 1954 einen Essay über den Trickster und nannte ihn einen uns Menschen innewohnenden Archetypus, ein Urbild der menschlichen Fähigkeit, zu täuschen, zu betrügen, zu lügen, kurz: zu tricksen. Dem Wesen dieses Archetypus‘ und seiner Funktion für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung näher zu kommen, ist dieses Buch gewidmet.
Annette Lorke
Hochschulstudium mit Abschluss in Theologie, Anglistik und Theaterpädagogik sowie Studium der Kunstgeschichte und Physik. Nach mehr als zehn Berufsjahren im Bildungsbereich weiterer Hochschulabschluss als Master of Counseling für die Ehe-, Familien- und Lebensberatung. Sandspieltherapeutin (DGST).
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