Deutscher Gartenbuchpreis 2025
Bestes Buch in der Kategorie „Tiere im Garten“.
Begründung der Jury:
Die faszinierende Welt der Insekten im Garten und deren Schutz und Förderung haben sich schon mehrere Publikationen gewidmet. Das vorliegende großformatige und ge-wichtige Werk sticht ganz besonders hervor. Die Autorin hat sich seit über zehn Jahren der Welt der Insektenfotografie verschrieben. Das mit Hilfe von Crowdfunding erschiene-ne, nach Meinung der Jury sehr bemerkenswerte Werk ist das bislang mit Abstand um-fangreichste Buch der Autorin. Die mit bundesweit fachlicher Unterstützung zahlreicher Wissenschaftler, insbesondere Entomologen, entstandene Publikation ist das „Mammut-projekt einer Solokünstlerin und Kämpferin“.
Anja Eder beschreibt, wie ihr Garten zur Arche der Artenvielfalt wurde. Mit heimi-schen Pflanzen und insektenfreundlichen Strukturen wollte sie herausfinden, welche Insekten sich ansiedeln. Mit ihrer Makrokamera dokumentierte sie dabei über 300 Arten.
Es war überwältigend – mit dieser großen Vielfalt hatte sie nicht gerechnet. Das Garten-experiment hatte funktioniert. Neuer Lebensraum für Schmetterlinge, Wildbienen, Schwebfliegen, Fliegen, Mücken, Wespen, Ameisen, Pflanzenläuse, Zikaden, Wanzen, Käfer, Ohrwürmer und Heuschrecken hatte sich auf der 180 qm großen Gartenfläche entwickelt. Mitten in der Stadt!
Jedes entdeckte Insekt wird in Einzelporträts beschrieben. Sie erfahren, von welchen Pflanzen ihr Leben abhängt, was sie fressen oder von wem sie gefressen werden, wie und wo sie ihren Nachwuchs unterbringen, wann sie unterwegs sind und warum sie so wichtig für uns alle sind.
Mit großem Enthusiasmus zeigt Anja Eder einen Insekten-Mikrokosmos. Darunter befin-den sich allseits bekannte, vielen Menschen unbekannte, im Verhalten wundersame, neu eingebürgerte, selten gewordene, vom Aussterben bedrohte und atemberaubend schöne Tiere.
Dabei geht sie strukturiert vor und bleibt stets mit dem Herzen dabei. Mit gestalterischer und fotografischer Virtuosität nimmt sie uns mit in faszinierende Details. Diese Liebe zum Detail findet sich auch in den Texten wieder – ein Ergebnis intensiver Recherche unter Einbeziehung fachlicher Beratung und Kompetenz.
Etwa 90 % der pflanzenfressenden Insekten in Deutschland sind auf heimische Pflanzen angewiesen. Ohne heimische Pflanzen ist eine Fortpflanzung dieser Insek-ten unmöglich.
Zur erfolgreichen Fortpflanzung benötigen Insekten naturnahe Lebensräume, die dauer-haft vorhanden sind. Ursprüngliche Natur gibt es kaum noch. Ruderalflächen, Natur-schutzgebiete und der Natur nachempfundene Gartenflächen gelten als letzte Rückzugsorte.
Schätzungsweise 17 Millionen Privatgärten gibt es in Deutschland – ein enormes Poten-zial für neue Lebensräume, Nahrung sowie Nist- und Überwinterungsplätze für bedrohte Insekten. Selbst wenn nur ein Teil dieser Gärten insektenfreundlich bepflanzt wird, könn-ten diese wie ökologische Trittsteine funktionieren und den Tieren die Möglichkeit bieten, zu wandern. Ein weitreichendes Netzwerk würde entstehen.
„Eine wunderbare Vorstellung – finden Sie nicht auch? Selbstbestimmter Artenschutz fühlt sich an wie eine Therapie zum Glücklichsein. Denn wir können eigenständig etwas bewirken – ganz unabhängig von politischen oder wirtschaftlichen Interessen. Wir ent-scheiden selbst, ob wir uns für den Artenschutz direkt vor unserer Haustür einsetzen. Und das Schönste: Erste Erfolge zeigen sich oft schon nach kurzer Zeit. Unser Garten wurde in nur wenigen Jahren zu einem lebendigen, vielfältigen Rückzugsort, der uns Ruhe schenkt und zugleich neues Leben hervorbringt.“
Anja Eder, Juni 2026
Metamorphose des Kleinen Kohlweißlings
Schmetterlinge faszinieren durch ihre erstaunliche Verwandlung: Aus einem winzigen Ei schlüpft eine Raupe, die sich später verpuppt und schließlich als zarter Falter – das so-genannte Imago – schlüpft. Alles beginnt mit der Eiablage. Damit sich Schmetterlinge erfolgreich vermehren können, brauchen sie die richtigen Bedingungen. Besonders wichtig ist die Wahl der passenden Pflanze. Nur wenn sie für die Raupen geeignet ist, legt das Weibchen dort seine Eier ab. Diese sogenannten Raupenfraßpflanzen stammen in der Regel aus der heimischen Flora. In diesem Buch erfahren Sie, wie Sie Schmetter-linge und andere Insekten gezielt in Ihren Garten locken und welche Pflanzen ihnen als Lebensgrundlage dienen.
Bereits von Anja Eder erschienen: „Wildbienenhelfer“, 3. überarbeitete Auflage 2023, Tipp4 Verlag
www.wildbienen-garten.de
In diesem Buch beschreibt Anja Eder, wie ihr Garten zu einer Arche der Artenvielfalt wurde. Sie wollte herausfinden, welche Insekten sich durch die Neupflanzung heimi-scher Gewächse und die Schaffung insektenfreundlicher Strukturen in unsere Gärten locken lassen. Mit ihrer Makrokamera machte sie sich daher auf die Suche und konnte mehr als 300 verschiedene Insektenarten dokumentieren. Jedes einzelne Insekt wird in ihrem Buch porträtiert – stets mit besonderem Augenmerk auf Lebensweise und Le-bensbedürfnisse der Tiere. (1.804 Fotos, 144 Illustrationen auf 336 Seiten)
Anja Eder zeigt mit großem Enthusiasmus einen Insekten-Mikrokosmos. Verschiedenste Schmetterlinge, Wildbienen, Schwebfliegen, Fliegen, Mücken, Wespen, Ameisen, Pflan-zenläuse, Zikaden, Wanzen, Käfer, Ohrwürmer und Heuschrecken konnte sie in ihrem 180 qm großen Garten nachweisen. Sie nutzt ihre gestalterische und fotografische Virtu-osität, um uns auf eine Reise zu wissenswerten Details mitzunehmen. Diese Liebe zum Detail findet sich auch in den Texten wieder – ein Ergebnis intensiver Recherche unter Einbeziehung fachlicher Beratung und Kompetenz. Über 300 Insektenarten werden in Einzelporträts beschrieben. Sie erfahren, von welchen Pflanzen ihr Leben abhängt, was sie fressen oder von wem sie gefressen werden, wie und wo sie ihren Nachwuchs unter-bringen, wann sie unterwegs sind und warum sie so wichtig für uns alle sind. 230 vor-wiegend heimische Pflanzenarten ihres Gartens werden übersichtlich vorgestellt und detailliert beschrieben. Etwa 90 % der pflanzenfressenden Insekten in Deutschland sind auf heimische Pflanzen angewiesen. Ohne heimische Pflanzen ist eine Fortpflanzung dieser Insekten unmöglich.
Anja Eder
Anja Eder ist Naturfotografin und selbstständige Designerin. Sie studierte Kommunikationsdesign in Düsseldorf sowie freie Kunst in Düsseldorf und Besançon (Frankreich). Im Jahr 2014 entdeckte sie ihre Begeisterung für die Insektenfotografie – insbesondere die Makrofotografie von Wildbienen faszinierte sie.
Für das Buch „Wildbienenhelfer“ arbeitete sie sich erstmals intensiv in die Thematik der Hautflügler ein. Die erste Auflage erschien 2018, im Oktober 2023 folgte bereits die dritte, überarbeitete Ausgabe. Mit dem Buch „Arten-Retter-Garten“ ist nun ein noch umfassenderes Werk entstanden. Von der ersten Idee bis zur gedruckten Auflage war ein zuvor kaum absehbarer Aufwand zu bewältigen. Wie schon bei ihrem ersten Buch vertraute Anja Eder dabei auf ihre eigenen Fähigkeiten und ihre Unabhängigkeit. Die Erstauflage wurde mithilfe von Crowdfunding finanziert.
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