Von den trancehaften Traumprotokollen des Logbuchs vom Meer der Finsternis über die intimen Rebusse der Phantastischen Topographie der Hansestadt Lüneburg bis zur leuchtenden Stille der Einschiffung nach Cythera, die eine aussichtslose Liebesgeschichte verschweigt, reicht das Spektrum von Buchmanns Lüneburger Trilogie. In seiner exquisiten Sprachmusik, seinen kunstvollen metaphorischen Verflechtungen und seiner halluzinatorischen Intensität bildet das Werk einen Höhepunkt im Schaffen des Autors.
Jürgen Buchmann
Jürgen Buchmann wurde 1945 in Schaumburg-Lippe geboren. In Lüneburg aufgewachsen, promovierte er in Konstanz in Klassischer Philologie und Philosophie und unterrichtete von 1975 bis 2005 an der Universität Bielefeld. Seit 2006 lebt er als freier Schriftsteller in Werther/Westfalen. Er befasst sich neben dem Schreiben mit Literatur-, Kunst-, Musik-, Philosophie- und Religionsgeschichte, mit der strukturalistischen Psychoanalyse und der Grammatik von zirka 30 Sprachen der Alten und der Neuen Welt.
Von Jürgen Buchmann wurden verschiedene Erzählungen veröffentlicht: u.a.
Hermannsverfinsterung. Ein Sittenbild aus dem gebirgichten Westfalen (Bielefeld 2008),
Grammatik der Sprachen von Babel. Aufgezeichnet nach den Gesprächen des Messer Marco Polo,Edelmanns aus Venedig, von der Hand des Maestro Rustichello aus Pisa, der auch Rusticiano genannt wird, im Gefängnis zu Genua (Leipzig 2010),
Wird in Afrika Irisch gesprochen? Eine viktorianische Wüsten- und Urwaldposse mit Kanonen und Nilpferd (Leipzig 2012).
Jürgen Buchmann ist außerdem als Übersetzer tätig:
Aloysius Bertrand: Gaspard de la Nuit [1842]. Aus dem Französischen von Jürgen Buchmann (Leipzig 2011).
Don Francisco de Quevedo y Villegas: Arschäugleins Freuden und Leiden [1628]. Aus dem Spanischen von Jürgen Buchmann (Leipzig 2011).
und veröffentlichte zahlreiche Aufsätze: u.a.
Lacan à la lettre. Lacan beim Buchstaben genommen (in: RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse, 63/2006).
Einige Überlegungen zur Sprache der Architekturwissenschaft (in: SITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte, 1/2010).
h)oz.Eine Ergänzung zum mittelbretonischen Personalpronomen (in: Zeitschrift für celtische Philologie, Band 58, 2011).
Cythera Greifswald Klangsprache Lüneburg Meer der Finsternis Traumprotokolle