Diesmal war es Liebe auf den ersten Blick. Als ich Daniela Kwees
Bilder in einer Ausstellung sah. Besonders eines: Fliegende Wolken-
Fische über kleinen grünen Bäumen und Pflanzen und braunen
Häusern. Ich musste es für immer haben. „Aber ich habe an
meinen Wänden gar keinen Platz mehr!“ rief ich leicht verzweifelt
aus. „Den finde ich!“ sagte Daniela. Seitdem blicke ich von meinem
Sofa auf dieses schöne Bild. Und seine Malerin ist meine Freundin
geworden. Und nun haben wir dieses schöne Buch zusammen gemacht:
Still - Leben Denn ich habe immer weiter in den vergangenen
Jahren „Durchsagen“ bekommen. So nenne ich meine Gedichte,
denn sie treten seit 1988 immer wieder auf, wie Erscheinungen.
So wie das Gedicht über die „Göttin Nofretete“ damals als erstes
erschien. Ich muss sie einfach aufschreiben. Wenn ich die Durchsage
dann einen Tag später lese, sage ich nur „Hallo“, oder „Ich
mag dich!“ Mehr muss ich nicht daran tun. Ich kann nichts mehr
daran ändern. So entstand auch das erstes Bändchen zusammen mit
dem Flensburger Maler Hans-Ruprecht Leiß, „Blumen fallen von
den Dächern“. Seit meinem ersten Buch sind viele neue Gedichte
- Durchsagen - dazu gekommen, über das Meer, dem Himmel
über meiner griechischen Insel Naxos und beim Nachsinnen über
unser Leben, beim Tod meines Bruders, als mich beim Schwimmen
im Mittelmeer ein großer Fisch besuchte. - Er sah genauso schön
aus wie Danielas großer bunter Fisch in einem tiefblauen Meer in
unserem Buch. - Auch der Mondaufgang hinter meinem Hausberg
inspiriert mich immer wieder neu, ebenso das Verschwinden der
Milchstraße. Der Winter in Finnland faszinierte mich und als Gott
mir einen Brief schrieb, musste ich das natürlich auch in einem
Gedicht festhalten. So entstand also unser Still - Leben. Und wir
hoffen, Sie haben genau so viel Freude daran wie wir, Daniela und
ich, bei unserer gemeinsamen Arbeit.
Heli Ihlefeld
Heli Ihlefeld wurde 1935 in Hannover geboren. Nach dem Studium in
Hamburg und Ausbildung bei der „Kölnischen Rundschau“ arbeitete sie
viele Jahre für eine große Tageszeitung als politische Journalistin in Bonn,
der damaligen Bundeshauptstadt. Für die „Münchner Abendzeitung“
und später für den „Stern“ interviewte sie bekannte Politiker wie
Adenauer, Erhard, Heinemann, Helmuth Schmidt, Kennedy, Margaret
Thatcher. Mit dem ersten SPD-Bundekanzler Brandt verband sie eine
persönliche Freundschaft. 1974 übernahm sie die Pressearbeit für die
erste Frau in einem so hohem Amt, für Bundestagspräsidentin Annemarie
Renger. Danach leitete sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der
Deutschen Bundespost. Auf eigenen Wunsch übernahm sie nach der
Teilung der Post die Gleichstellungarbeit für den Konzern Deutsche
Telekom. Für die erfolgreiche Arbeit zur Gleichstellung der Frauen
erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. 2008 erschienen ihre Erinnerungen
„Auf Augenhöhe“ und zum 100. Geburtstag von Willy Brandt „Auch
darüber wird Gras wachsen.... Anekdotisches und Hintergründiges,
2018 „Brandt To Go“ eine Sammlung der belieben Zitate des bekannten
Sozialdemokraten wie „Mehr Demokratie wagen“ oder „der Himmel
über dem Ruhrgebiet muss wieder blau werden“ und zwei Jahr später ihr
Gedichtband „Blumen fallen von den Dächern
Daniela Kwee Heli Ihlefeld Kunst Lyrik