Kulturelle Nähe wird als konstruktiver Dissens künstlerischer und gedanklicher Artikulationen, quer zu nationalen und kulturellen Zuordnungen skizziert. HyperKulturalität als eine Art Familienähnlichkeiten (Wittgenstein) bietet scheinbar fremden Kunst- und Kulturpraktiken einen zwanglosen Austausch von künstlerischem Handeln und theoretischer Reflexion an. Der Band, Hyper Cultural Passengers fragt danach wie Kunst und Philosophie dazu beitragen können, Räume des Austausches zu erzeugen, die nicht territorial und von nationalen Selbstbehauptungen getragen sind.
Der Band dokumentiert ein 2016 in Hamburg begonnenes Projekt, dass ein breites Spektrum an Positionen im Feld hyperkultureller Kunst- und Kulturpraktiken skizziert. Mit unterschiedlichen Formaten wie Artist-in-Residences, Konferenzen, Vortragsreihen, Workshops oder Co-Cookings wird der Mythos des autonomen Subjekts problematisiert und schlägt stattdessen die Figur des hyperkulturellen Passagiers vor: Diese kommen u.a. aus Japan, China, Süd-Korea, Indien, Jordanien, Finnland, Niederlande, Frankreich, Island oder den USA. Hyper Cultural Passengers untersucht Ortlosigkeit, Digitalität und Vernetzung ohne Kulturalität als Identität zu verstehen.
Michael Kress
Michael Kress, ist Konzeptkünstler & Kurator zahlreicher Ausstellungen und Symposien, wohnhaft in Hamburg. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Semiotik und Sprache als normativem Moment in der Konstruktion einer Medienidentität.
Seit 2004 untersucht Kress die räumliche Vorstellungskraft in verschiedenen Filmen der 1960er Jahre.
Im Jahr 2012, Gesprächsvideo-Performance mit der Kuratorin Tatsuya Fuji nach einem Song von Tom Waits für die Funasaka Biennale. 2014, Künstlergesprächsprojekt "Adore - Artists are Fans/Fans are Artists" in Yokohama/Japan auf der ZOU-NO-HANA Terrace.
2015 initiierte Michael Kress das Netzwerkprojekt Hyper Cultural Passengers. Diese Zusammenarbeit von Künstlern, Philosophen und anderen Kulturaktivisten hinterfragt den Mythos des autonomen und damit autarken Subjekts und schlägt stattdessen die Figur des hyperkulturellen Passagiers vor.
Michael Kress studierte Visuelle Kommunikation und Bildende Kunst an der Universität für Bildende Kunst Hamburg bei: Prof. Kurd Alsleben, Prof. Stanley Brouwn, Prof. Gauillaume Bijl und Prof. B.J. Blume. Diplom- und Masterstudent bei Prof. B.J. Blume.
Seit mehreren Jahren ist Kress kulturpolitisch tätig. Er war Mitglied des Vorstands von FRISE/Hamburg, einem der ältesten Künstleratelierhäuser Deutschlands. Seit 2012 ist er Mitglied im Vorstand des Deutschen Künstlerbundes. Von 1996-2003, Vorstandsmitglied der International Association of Fine Arts (iaa/UNESCO).
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