In keiner anderen hessischen Kommune finden sich mehr Denkmäler zur Erinnerung an das Schicksal der Heimatvertriebenen als in Fulda. Zwischen 1950 und 2016 wurden nicht weniger als sieben Bronzetafeln und Gedenksteine im Stadtgebiet sowie in den eingemeindeten Orten Gläserzell und Niesig eingeweiht. Hinzu kommt eine 1981 errichtete, etwa 10 Meter hohe Stele zwischen den Stadtteilen Haimbach und Mittelrode.
Die hohe Zahl dokumentiert die herausragende Bedeutung der Vertriebenen für die Nachkriegsgeschichte der Stadt. Dies gilt zum einen für den hohen Anteil, den die Vertriebenen und ihre Nachkommen an der Gesamtbevölkerung der Stadt hatten und der 1950 bei 18,5% lag, zum anderen aber auch für die Patenschaften, die Fulda zur „Hauptstadt“ der Leitmeritzer und Oberglogauer machten.
Thomas Heiler
Erinnerungskultur Fulda Vertriebenen-Denkmäler