In Frankfurt entstand 1937 zu einem verhältnismäßig späten Zeitpunkt ein Kriegerdenkmal in Erinnerung an die Gefallenen der Stadtteile Höchst und Nied. Hierfür entwarf der Frankfurter Architekt Hermann Senf eine offene Säulenhalle mit einer Terrassenanlage. Für den Innenraum gestaltete der Künstler Richard Scheibe eine Bronzefigur eines knienden Kriegers. Nach Kriegsende folgten zwei Jahrzehnte andauernde Debatten, wie mit einem während der NS-Zeit errichteten Denkmal umzugehen sei, bis schließlich 1965 der Abriss erfolgte. Der Beitrag zeichnet Planung und Entstehungsgeschichte sowie Instandsetzungsmaßnahmen und Diskussionen nach 1945 nach und analysiert dabei ebenso das künstlerische Wirken Richard Scheibes und die Vorgehensweise im Umgang mit Denkmalen mit nationalsozialistischer Vergangenheit.
Markus Häfner
Kriegerdenkmäler Frankfurt-Höchst Frankfurt-Nied Erster Weltkrieg