Bewegliche Teile, Linol-Prozesse das sind Weisen und Formen der Bild-Produktion, einerseits digital fotografischer, andererseits analog materieller Art. Teile werden ausgelegt, übereinandergestapelt, wieder weggenommen und sukzessive fotografiert. Sie ergeben räumliche Gebilde mit Schatten, reliefartige Konstellationen. Unbeschnitzte Stücke, monochrome Bildplatten werden eingefärbt um Abdrucke auf größere Stoffe herzustellen, Form nach Form, eine führt zur nächsten. Die Stoffe füllen sich nach und nach mit Handabzügen, die in räumliche und farbliche Zusammenhänge treten, zur Komposition werden (Seite 3). Das ist ein sehr langsamer Vorgang, jeder weitere Abdruck fordert eine Entscheidung für die nächste Position, Form und Farbe. Wie lässt sich dieser langsame, offene Vorgang weiterentwickeln, voraus planen?
Jakob Kirchheim
Studierte Malerei an der HdK Berlin, Meisterschüler 1986. Produzierte experimentelle Trickfilme u. a. auf Basis von Linolschnitten und essayistische Dokumentationen. Internationale Ausstellungen und Festivalbeteiligungen seit 1984. Seit 2010 als Verleger tätig. Lebt in Berlin.
Methodologie Linoldruckbild Linoldruck Computerkunst Entstehungsprozess Linolplatte Fotoserie