Bei der Auslegung niederfrequenter Innenraumakustik von Propellerflugzeugen kommen zunehmend numerische Methoden zum Einsatz. Die Auslegung passiver strukturdynamischer Maßnahmen wie beispielsweise Schwingungstilger oder aktiver Maßnahmen mit Gegenkräften und Gegenschallfeldern unterliegen einer Vielzahl von Restriktionen. Die vorliegende Arbeit untersucht anhand eines komplexen FE-Modells, bestehend aus Rumpf und Innenraumakustik, Wege zur Idealisierung und Auslegung eines effektiven Schallschutzes. Dabei spielen realistische geometrische und materielle Einschränkungen eine bedeutende Rolle bei der erreichbaren Effizienz. Das geschilderte Beispiel bezieht sich auf eine Anwendung der ersten drei Propellertöne für zwei Rotordrehzahlen eines viermotorigen Turboprop Flugzeugs. Verschiedene passive und aktive Ansätze werden untersucht, optimiert und auf deren Aufwand/Nutzen verglichen.
Andreas Gündel