Market Access hat sich von einem Nischendasein in den letzten zehn Jahren zu einem Top-Thema entwickelt. Die Arzneimittel-hersteller stöhnen unter einem Gewirr von Regulationsmecha-nismen und ständig neuen Hürden für die Preisfestsetzung wie Erstattungsfähigkeit ihrer Produkte. Parallel haben sich die Strukturen der Leistungserbringer langsam aber kontinuierlich verändert. Statt einer Plethora von Einzelpraxen, Offizinapo-theken oder Schmalspur-Krankenhäusern haben sich schlag-kräftige horizontale Ketten und erste größere vertikal integrierte Versorgungsverbünde entwickelt. Hier greifen die bewährten Vertriebsstrukturen und Mechanismen der letzen Jahrzehnte nicht mehr.
Diese vielfältigen wie vielschichtigen Veränderungen und An-passungsprozesse an veränderte Rahmenbedingungen und neue Geschäftsprozesse verlangten nach einem ordnenden Überbegriff und einem verbindlichen gemeinsamen Rahmen. Market Access ist heute der gemeinhin akzeptierte Sammel-begriff für diese Ausrichtung. Die konzeptionellen Grundlagen, die strategischen Varianten, die eingesetzten wissenschaftlichen und empirischen Methoden, die spezifischen Datenanforderungen und der operative Werkzeug-Kasten sind hingegen nur skizzenhaft sichtbar. An dieser Stelle setzt das erste Handbuch Market Access an. Es werden die strategischen Implikationen, die methodischen Grundlagen, die operati-ven Werkzeuge und Bausteine, die Informations- und Datenbasisvoraussetzungen sowie die organi-satorische Einbindung in die nationalen und internationalen Strukturen durch erfahrene Autoren dargestellt.
Thomas Ecker
Direktverträge Gesundheitspolitik Gesundheitsökonomie Gesundheitsökonomische Bewertungsmodelle Market Access Nutzenbewertung Nutzenbewertungen OTC Pharmamarketing Preisbildung Rabattverträge Rahmenbedingungen Arzneimittelmarkt Stakeholder Management Targeting Versorgungsforschung