Seit dem 17. September formiert sich die Occupy-Wall-Street-Bewegung (OWS) mit weltweiter Unterstützung gegen soziale Ungerechtigkeit und eine banken- und wirtschaftsfreundliche Politik.
Charles Eisenstein formuliert in seinem aufrüttelnden Essay die Kerngedanken von OWS: Der Ausbeutung unseres Planeten, von Mensch und Natur, muss endlich Einhalt geboten werden. Was wir brauchen, ist eine Revolution der Liebe. Denn nur die Liebe und die Verbundenheit mit allen anderen
Wesen kann uns motivieren, die Maximierung kopfgesteuerten Eigennutzes aufzugeben. Eisensteins spiritueller Appell trifft Herz und Verstand – und macht die Vision von einer neuen Gesellschaftsordnung
greifbar.
»Wir könnten eine Reihe von Forderungen an die Politik stellen: besteuert die Reichen, erhöht den Mindestlohn, schützt
die Umwelt, beendet die Kriege, reguliert die Banken. Doch was wirklich unsere Aufmerksamkeit braucht, liegt tiefer:
die Machtstrukturen, die Ideologien und die Institutionen, die verhindert haben, dass diese Maßnahmen schon vor Jahren ergriff en wurden. (…) Es ist höchste Zeit, dass eine
ausgleichende Kraft zum Tragen kommt und ein Ruf gehört wird. (…) Wir sehen einer anderen Art von Revolution entgegen
– lassen Sie mich diese als Revolution der Liebe bezeichnen.«
Charles Eisenstein
Charles Eisenstein, Jahrgang 67, graduierte an der renommierten Universität in Yale in Philosophie und Mathematik. Unbefriedigt
von der kompetitiven Struktur
der Wirtschafts- und Arbeitswelt,
arbeitete und lebte er lange Zeit
als Dolmetscher in Taiwan. Persönliche,
spirituelle und globale Krisensituationen führten ihn zu einer intensiven Beschäftigung mit der Body-Mind-Medizin
und -Philosophie. Heute präsentiert
er seine Visionen als gefragter
Vortragsredner, veranstaltet Seminare, verfasst Essays sowie Bücher zu neuen Wirtschafts und Lebensformen.
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