Dieter Kießwetter wurde 1941 im heutigen Mikulovice (CZ) geboren. Er arbeitete über 40 Jahre als Lehrer. Mit Karl Nowak erfand er einen Mann, den er diese Zeit durchreisen lässt. Mit dem Schreiben begann er in den siebziger Jahren. Zuerst waren es satirische Gedichte und Glossen, mit denen er Kritik üben wollte. Später nahm Fabeln verschiedene menschliche Schwächen aufs Korn. In seinem Erzählband „Halbwahrheiten“ sind es heitere Geschichten, die den Leser zum Schmunzeln verführen. Auch in dem vorliegenden Buch geht er nicht bitterernst mit den Menschen ins Gericht, sondern er will lediglich aus der Sicht eines „kleinen Mannes“ die Umstände schildern, unter denen er und die anderen Zeitgenossen in 40 Jahren DDR lebten. Denn er weiß, dass es in der DDRGeschichte nicht nur die Guten und die Bösen gab. Daher ist die Geschichte von Karl Nowak auch keine reine Autobiographie sondern vielmehr eine Schilderung der Lebensumstände verschiedener Menschen.
Dieter Kießwetter