Nach einem Besuch bei der dementen Großmutter in einem Altersheim beginnt für den Protagonisten der psychische Verfallsprozess. Von den Alpträumen seiner Kindheit verfolgt, gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen. Die Arbeit bei einer Versicherung wird ihm genauso unerträglich wie seine Ehe. Nichts erscheint mehr einen Sinn zu machen und alles wird überlagert durch den ständigen Lärm seiner Umwelt, der allmählich aber unaufhaltsam das Hirn des Protagonisten angreift und klares Denken schier unmöglich macht. Es folgt die fristlose Entlassung aus der Firma und auch seine Ehe zerbricht. Er beginnt von vorn, verändert sein Leben und sein Aussehen und fast tritt so etwas wie Normalität ein. Bis er Leif und Tisha kennen lernt.
Ein packender Thriller voller menschlicher Abgründe und Tragödien. Jochen Eschmann gibt Einblick in die Gedankengänge eines Mannes, dessen Leben aus den Fugen gerät. Unverblümt, direkt und kompromisslos.
Nach einem Besuch bei der dementen Großmutter in einem Altersheim beginnt für den Protagonisten der psychische Verfallsprozess. Von den Alpträumen seiner Kindheit verfolgt, gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen. Die Arbeit bei einer Versicherung wird ihm genauso unerträglich wie seine Ehe. Nichts erscheint mehr einen Sinn zu machen und alles wird überlagert durch den ständigen Lärm seiner Umwelt, der allmählich aber unaufhaltsam das Hirn des Protagonisten angreift und klares Denken schier unmöglich macht. Es folgt die fristlose Entlassung aus der Firma und auch seine Ehe zerbricht. Er beginnt von vorn, verändert sein Leben und sein Aussehen und fast tritt so etwas wie Normalität ein. Bis er Leif und Tisha kennen lernt.
Ein packender Thriller voller menschlicher Abgründe und Tragödien. Jochen Eschmann gibt Einblick in die Gedankengänge eines Mannes, dessen Leben aus den Fugen gerät. Unverblümt, direkt und kompromisslos.
Jochen Eschmann
'Mutiges Unterfangen - Erstling 1: Schnitter von Jochen Eschmann'Der Weg zu einem Blutbad kann lang sein. Zeitlich, nervlich, seelisch. ›Schnitter‹, Hauptperson und Ich-Erzähler im gleichnamigen Thriller-Erstling von Jochen Eschmann, geht ihn und nimmt den Leser mit. Leichte Frustrationen, wirre Halluzinationen, unerklärlicher Verfolgungswahn sind die Meilensteine, die Strecke führt durch Phasen von lässiger Lustlosigkeit, depressiver Antriebslosigkeit und manischer Hyperaktivität an Fitnessgeräten, die Umweltgeräusche bohren sich unerträglich ins Ohr, in den Kopf, ins Bewusstsein. Nach einem Besuch bei seiner demenzkranken Großmutter steigern sich die Symptome, mischen sich mit quälenden Kindheitserinnerungen.Vieles, was Schnitter erlebt, ist bis dahin äußerlich eher lapidar: Keine Freude an der Arbeit bei einer Rechtsschutzversicherung, eine fast provozierte Entlassung, das endgültige Scheitern seiner buchstäblich lustlosen Ehe, das Leben mit Hartz IV, Alkohol und Zigaretten. Zum Thriller machen den Roman in diesen Passagen die Gefühle, die die Ereignisse beim Protagonisten auslösen, die Blitze, die durch sein Gehirn zucken, die Qualen, die er empfindet oder sich mit einer Messerklinge und glimmenden Zigarettenstummeln selbst zufügt und an denen er den Leser teilnehmen lässt, mit psychoreifen Schilderungen, mit langen Monologen, mit kühnen Gedankensprüngen. Erst als er ein junges Paar, Tisha und Leif, kennenlernt, scheinen sich die Dinge für den Schnitter zum Besseren zu wenden.Aber was ist Schein und was ist Sein, was Wahn, was Wahrheit, was Schuld, was Schicksal? Das bleibt offen über den wahrhaft thrillergerechten Schluss hinaus. Das macht dieses Buch zu einem besonderen Exemplar in einem Genre, in dem die Fantasie der Autorinnen und Autoren vielfältige Neurosen und Psychosen wuchern lässt. Mit dem in Bonn lebenden, verheirateten Volljuristen Jochen Eschmann, dessen Berufslaufbahn in Teilen der des Schnitters gleicht, gibt der fhl Verlag Leipzig erneut einem neuen, frischen Autoren eine Chance. Ein mutiges, ein spannendes Unterfangen. von Hartwig Hochstein, Leipziger Volkszeitung, 4.02.2011
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