Die Heterogenität der Europäischen Union hat mit den Erweiterungen nach der
Jahrtausendwende stark zugenommen. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie die EU die
Integration der Mitgliedstaaten regelt und ob auf Basis des Lissaboner Vertrages eine
veränderte Vorgehensweise auszumachen ist. Aus Sicht der evolutorischen Ökonomie
sprechen viele Argumente für eine Integration, die eine Ko-Existenz verschiedener
mitgliedstaatlicher Lösungsansätze für bestimmte Politiken zulässt.
Die systemwettbewerbliche Bereitstellung verschiedener Regulierungsangebote trägt nicht
nur der Präferenzheterogenität innerhalb Europas sehr gut Rechnung, sondern steigert auch
die Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtsystems. Der Wettbewerb um die beste Regulierung
wird als integrationsförderndes Kontroll- und Entdeckungsverfahren interpretiert.
Die Überprüfung ausgewählter Teile des Acquis Communautaire zeigt, dass innerhalb der EU
kein maßgeblicher Systemwettbewerb zustande kommen kann und diese Option auch nicht
verfolgt wird. Im Gegenteil dominiert eine Integration durch zentral vorgegebene
Konstruktion. Kritisch bewertet werden in diesem Zusammenhang die Anreizstrukturen der
EU-Organe. Die im Rahmen des Lissaboner Vertrages neu interpretierte Verstärkte
Zusammenarbeit oder auch die aufgewertete Position der nationalen Parlamente sind zwei
Ansatzpunkte, um fortan zumindest vereinzelt systemwettbewerbliche Elemente in Europa
zur Geltung kommen zu lassen.
Die Heterogenität der Europäischen Union hat mit den Erweiterungen nach der
Jahrtausendwende stark zugenommen. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie die EU die
Integration der Mitgliedstaaten regelt und ob auf Basis des Lissaboner Vertrages eine
veränderte Vorgehensweise auszumachen ist. Aus Sicht der evolutorischen Ökonomie
sprechen viele Argumente für eine Integration, die eine Ko-Existenz verschiedener
mitgliedstaatlicher Lösungsansätze für bestimmte Politiken zulässt.
Die systemwettbewerbliche Bereitstellung verschiedener Regulierungsangebote trägt nicht
nur der Präferenzheterogenität innerhalb Europas sehr gut Rechnung, sondern steigert auch
die Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtsystems. Der Wettbewerb um die beste Regulierung
wird als integrationsförderndes Kontroll- und Entdeckungsverfahren interpretiert.
Die Überprüfung ausgewählter Teile des Acquis Communautaire zeigt, dass innerhalb der EU
kein maßgeblicher Systemwettbewerb zustande kommen kann und diese Option auch nicht
verfolgt wird. Im Gegenteil dominiert eine Integration durch zentral vorgegebene
Konstruktion. Kritisch bewertet werden in diesem Zusammenhang die Anreizstrukturen der
EU-Organe. Die im Rahmen des Lissaboner Vertrages neu interpretierte Verstärkte
Zusammenarbeit oder auch die aufgewertete Position der nationalen Parlamente sind zwei
Ansatzpunkte, um fortan zumindest vereinzelt systemwettbewerbliche Elemente in Europa
zur Geltung kommen zu lassen.
Daniel Mitrenga
Europäische Union Integrationskonzept Lissaboner Vertrag Mitgliedstaaten Systemwettbewerb