Die Kunsthistorikerin Henrike von Schuckmann hat mit ihrer These zu den Quedlinburger Knüpffragmenten das Fachpublikum überrascht. Obwohl die Teppichfragmente seit ihrer Auffindung 1832 in zahlreichen Traktaten erschienen, wurde bisher übersehen, dass es sich um zwei verschiedene Teppiche handelt. In einem weiteren Aufsatz werden die Halberstädter Teppichfragmente behandelt. Da kaum mehr als die Borten zweier Teppiche erhalten blieben, wurde ihnen nicht soviel Aufmerksamkeit gewidmet. Bei dem „Philosophenteppich“ blieben ansetzende Figuren an der Borte erhalten, mit denen Rekonstruktionen erstellt wurden. Das zweite Fragment besteht nur noch aus einer angeschnittenen Herzpalmette. Beide Fragmente wurden durch eine Vielzahl vergleichbarer Werke zeitlich und kunsthistorisch neu eingeordnet.
Henrike von Schuckmann