Andreas Köhler Köhler Von Atlantis bis Minos und Mose

Von Atlantis bis Minos und Mose

von Andreas Köhler

Meilensteine der Kulturgeschichte

EUR 28,00

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Beschreibung

In der traditionellen Literatur zur Kulturgeschichte der Menschheit ist es bisher allgemein üblich, die Entstehung von menschlichen Zivilisationen und daraus erwachsenen Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten beginnen zu lassen, wo sich ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. ein relativer Höchststand auf den Gebieten der Politik, Religion, Wissenschaft und Kunst herausgebildet hatte. Und dies natürlich vorrangig in den sich entwickelnden Städten, weshalb man von „Zivilisation“ spricht: lat. „civis“ bedeutet „Bürger, Stadtgemeinde, Städter“, so dass „Zivilisation“ im engeren Sinne „städtische Kultur“ bedeutet. Im Sinne eines evolutionären Fortschrittsgedankens habe sich dann die kulturelle Entwicklung in Syrien, Palästina, Griechenland und Rom fortgesetzt – so die bisherige allgemeine Lehrmeinung, von nur sehr wenigen bis heute veröffentlichten Werken abgesehen, die auf bereits hochentwickelte Zivilisationen während der letzten Eiszeit eingehen, jedoch noch keinen Eingang in die Schulstuben gefunden haben. So werden auch im ersten Teil dieser Studie moderne Forschungsergebnisse interpretiert, die den Nachweis erbringen, dass die Entwicklung zur menschlichen Hochzivilisation bzw. Hochkultur – einschließlich der Entwicklung hieroglyphischer Schriftzeichen – global bereits Jahrtausende früher begonnen hat, jedoch durch das Ansteigen des Wasserspiegels der Weltmeere um über 120 Meter nach dem Ende der letzten Eiszeit abgebrochen oder unterbrochen worden ist. Folglich liegt ein erster inhaltlicher Schwerpunkt in der Beschreibung versunkener und weitgehend noch unbekannter hochentwickelter eiszeitlicher Zivilisationen. Vor allem bedeutende architektonische Hinterlassenschaften in recht verschiedenen Gegenden unserer Erde künden von dem außerordentlich hohen Zivilisationsgrad einiger Populationen vor über zehntausend Jahren. Denn diese Bauten zeugen von einem qualifizierten Wissensstand in Mathematik, Physik bzw. Statik und weisen zudem einen Höchststand an handwerklich-technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten nach. Unabdingbare Voraussetzung derartiger Leistungen waren jedoch die soziale und kulturelle Differenzierung bzw. die hochentwickelten gesellschaftlichen Strukturen dieser Populationen. Wenn man bedenkt, dass menschliche Intelligenz seit über hunderttausend Jahren nachweisbar ist, dann wäre es ja wohl auch weit verfehlt zu glauben, dass nennenswerte menschliche Hochkultur erst mit der altägyptischen und mesopotamischen Hochkultur begonnen hat. Grundbedingung für die Herausbildung der relativ gut bekannten traditionellen Hochkulturen war der Klimawandel nach dem Ende der letzten Eiszeit. In diesem Zusammenhang wird die bislang kaum besprochene Ursache dieser relativ sprunghaften und vom Nordatlantik ausgehenden Erwärmung sowie des durch diese ausgelösten Ansteigens des Meeresspiegels näher betrachtet: der Carolina-Komet einschließlich seiner natürlichen und mythologischen Folgen. In enger Verflechtung damit werden Mythen und Legenden um das sagenhafte Atlantis – ein seit vielen Jahrhunderten arg strapaziertes Thema –, um die biblische Sintflut sowie um den Garten Eden auf eine reale Ebene gehoben; archäologische, ethnologische, literatur- sowie religionswissenschaftliche Forschungsergebnisse bilden dafür die Grundlage. Von besonderer Bedeutung in diesem Kapitel sind die im Gefolge der „Neolithischen Revolution“ entstandenen teils „riesen“haften Populationen, deren Ausbreitung in Mesopotamien, Kanaan und Ägypten – und möglicherweise über den Atlantik nach Mittelamerika – noch wenig erforscht ist, dennoch teils durch Ausgrabungen, teils durch viele mythologische sowie etymologische Indizien belegt werden kann. Den Weg zur Herausbildung der mesopotamischen sowie kretischen Hochkulturen in nachsintflutlicher Zeit hat vor allem die Region Südosteuropa geebnet; hier lag – und dies wird ausführlich nachgewiesen – die Wiege der tatsächlich ältesten und oft vernachlässigten frühgeschichtlichen Hochkultur der Welt, die Wiege „Alteuropas“. Nicht von Mesopotamien, sondern von dieser Region aus gingen die ersten Impulse technologischer und sozialer Entwicklungen, die die Kultur Mesopotamiens und auch die Minoische Kultur maßgeblich beeinflussten. Der Begriff sowie der Weg zur „Hochkultur“ werden, diesen Schwerpunkt einleitend, eingehend erläutert. Im Hinblick auf die nähere Betrachtung aufblühender Hochkulturen erfolgt – um den Rahmen der Studie nicht zu sprengen – eine notwendige Auswahl: Mesopotamien, Ägypten und die Minoische Kultur auf Kreta als die bedeutendsten und ältesten traditionellen Hochkulturen werden besonders bedacht. Auch das biblische Land Kanaan soll, wenn auch aus einem anderen Blickwinkel, betrachtet werden. Aber auch hierbei sollen lediglich die wesentlichsten Erscheinungsformen der politischen, historischen, sozialen, religiösen, wissenschaftlich-technischen und künstlerischen Gegebenheiten beleuchtet werden – es gibt zu all diesen Teilbereichen bereits umfangreiche Literatur. Aus diesem Grunde gilt dabei ein besonderes Interesse auch und vor allem vielen mehr oder weniger unbekannten sowie ungewöhnlichen Besonderheiten und Fragestellungen im wissenschaftlich-technischen, historischen sowie religiösen bzw. mythologischen Bereich der Entwicklung dieser Hochkulturen. Besonders hierbei wird deutlich, dass vor den Wissenschaftlern noch viele ungelöste Probleme stehen, welche jedoch in der Mehrzahl der gegenwärtigen Veröffentlichungen ausgeklammert und nicht genannt werden. Speziell die Ägyptologen fragen nach den Ursprüngen bzw. einer eigentlich notwendigen, weil gesetzmäßigen Entwicklung zur ägyptischen Hochkultur. Dabei bereitet ihnen vor allem auch die Deutung der ägyptischen Mythologie einschließlich der Herkunft und Bedeutung der „Götter“ bzw. „Übermenschen“ noch großes Kopfzerbrechen. Ursache dafür ist u. a. der Umstand, dass trotz der großartigen Entzifferung der Hieroglyphen durch J.F. Champollion eine große Zahl derselben bis zum heutigen Tag noch nicht gedeutet werden kann. Weitere Schwierigkeiten bereitet den Forschern zudem die Erklärung des unglaublich hohen Niveaus der technologischen Entwicklung in diesem Land bereits in frühesten Zeiten, das in vieler Hinsicht bis in die Zeit des Alten Reiches und noch weiter zurück nachweisbar ist und teilweise höher lag als jenes nachfolgender Perioden der ägyptischen Geschichte. Und um es auf die Spitze zu treiben: Im Zuge unserer technischen Revolution der Jetztzeit müssen wir erkennen, dass uns die Alten Ägypter in so manchen Technologien um Nasenlängen voraus waren! Auch im Rahmen eines kurzen Überblicks über den Pyramiden-Sphinx-Komplex von Giseh werden brisante Fragen in technologischem und mythologischem Bereich aufgeworfen, deren Lösung noch auf sich warten lässt. Der wissenschaftliche Gehalt der vorliegenden Studie basiert auf den gesicherten Erkenntnissen der Archäologie bzw. der zahlreichen mit ihr kooperierenden Wissenschaften. Auch die Bibel in ihrer religionswissenschaftlichen, mythologischen, historischen, natur- sowie sprachwissenschaftlichen Bedeutung findet, eingebettet in jeweils relevante Abschnitte einzelner Kapitel, ihre gebührend notwendige Beachtung. Denn vielfältigen modernen Erkenntnissen gehen gründliche Analysen dieses fundamentalen Werkes der Menschheit voraus. Mit dieser vorliegenden Arbeit soll allen interessierten Lesern ein Kompendium in die Hand gegeben werden, welches auf der Basis neuester Erkenntnisse im angegebenen inhaltlichen Rahmen einen zusammenfassenden und überschaubaren Überblick über die Kulturgeschichte der Menschheit in einigen ihrer wesentlichsten frühen Entwicklungsphasen entwirft. Gleichzeitig soll diese Arbeit für Schüler, Studenten sowie weitere Lernende einen geeigneten Ausgangspunkt für vertiefende interdisziplinäre wissenschaftliche Studien auf den Gebieten der Vor- und Frühgeschichte bilden.

Autor*in

Andreas Köhler

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Details

ISBN: 9783941216563
Verlag: Rhombos-Verlag
Erscheinung: 04.2011

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