Lukas Lonski Lonski Climbing On Branches

Climbing On Branches

von Lukas Lonski

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Beschreibung

Große Popsongs, in denen überwältigende Hooklines, fein abgestimmte instrumentale Verknüpfungen und glücklich machende Grooves zu Momenten schlichter Erhabenheit kombiniert werden. Lebensgeschichte, die von Musik geschrieben wird.
Musikgeschichte, die das Leben schreibt. Mitte der letzten Dekade des kalten Krieges verschlägt es den sehr jungen Lukas Lonski aus Polen ins linksrheinische Westdeutschland, wo er sich ziemlich schnell zu Recht findet, und auf einer Gartengrillparty seinen zukünftigen künstlerischen Partner Felix Classen kennen lernt. Gemeinsam verbringen sie ihre Teenagerjahre zwischen Reihenhäusern, Jamsessions und einer gemeinsamen Begeisterung für Nirvana. So spielen sich die beiden, damals noch in größerer Bandbesetzung, durch viele provinzielle Nachmittage, bis dann nach Schulabschluss und Zivildienst die große Stadt ruft, und man mittlerweile zum Duo gewachsen, um die Jahrhundertwende nach Berlin zieht. Dort angekommen, klinken sich die beiden nicht in die üblichen Hipsterschaltkreise ein, sondern bauen in entspannter Kleinarbeit an ihrem Gebäude am Rand des Geschehens, in dem sie sich ihre eigene Version von loopbasiertem Post-Rock erspielen. Zu den abgezirkelten, auf Klangschleifen und motorischem Schlagwerk aufbauenden Instrumentalkompositionen, gesellt sich immer öfter die Stimme von Lukas Lonski. Anfangs noch zaghaft in den Gesamtklang eingebettet, wird der Gesang zunehmend zu einem zentralen Element, und aus Tracks mit sporadischen Gesangslinien werden Lieder für Herz und Verstand. An diesem Punkt der Erzählung beschließen die beiden Protagonisten ihr Glück in die eigene Hand zu nehmen, und es entsteht in kompletter Unabhängigkeit das namenlose Debütalbum, das sich allein durch die bei den zunehmend voller werdenden Konzerten verkauften CDs zu einem kleinen, hype-fernen Berliner Undergroundhit mausert. Getragen von einer treuen Fangemeinde entwickeln sich die Auftritte von Lonski & Classen zu Veranstaltungen kollektiver Verzückung. Legendär sind bis heute die ganztägigen Events im Berliner Osthafen, wo die beiden für ein paar Jahre ihr Proberaumstudio betrieben, und in regelmäßigen Abständen mit befreundeten Musikern Gratiskonzerte veranstalteten. Bei diesen sehr freundlichen Zusammenkünften konnte man dann Lonski & Classen bei der Arbeit zuhören, und die Entstehung ihres neuen, erweiterten Sounds live erleben. wie sich das traumwandlerische Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug, dabei zunehmend auf Loops verzichtend, mit immer wagemutigeren Gesangsparts zu überwältigenden Songmassiven auftürmte, treibt allen damals Anwesenden bis heute Rührung in die Augen, und Lobpreisungen auf die Lippen. Leider fällt dann dieser semi-private Erlebnisraum den Stadtplanern zum Opfer, und wo sich einst die Freunde im Schatten der Autobrücke trafen, werden eines nahen Tages Büroräume leer stehen. Der nächste Umzug wird damit unvermeidlich, und nach kurzer Heimatlosigkeit findet sich ein neues Refugium, das umgehend in Betrieb genommen, in dem das zweite Album der Band entstehen kann. Nun ist dieses Album fertig, es ist wunderschön, und die Musik die bald allen interessierten Ohren offen stehen wird, löst endlich das große Versprechen ein, auf das die Geschichte von Lonski & Classen immer hinauszulaufen schien. Aus Freundschaft zu Einander, aus Liebe zum Spiel, aus konzentrierter Gelassenheit, und detailliertem Wissen um das eigen Vermögen sind große Popsongs entstanden, in denen überwältigende Hooklines, fein abgestimmte instrumentale Verknüpfungen und glücklich machende Grooves zu Momenten schlichter Erhabenheit kombiniert werden. Lebensgeschichte, die von Musik geschrieben wird.

Autor*in

Lukas Lonski

Themen in »Climbing On Branches«

Berlin Elektronika Indie Lonski & Classen Pop

Stimmen zu »Climbing On Branches«

Wenn man Lonski and Classen seit Jahren nicht schon als Heroen der Berliner Off-Musikszene kennen würde,könnte man beim Hören ihrer neuen Platte Climbing on branches (matrosenblau/ indigo) meinen, dass dies der aktuelle heisse Scheiss aus Kanada oder New York wäre. Seit Anfang 2009 spielen sie Stücke ihres neuen Albums und diese Konzerte gehörten zum Besten, was Berlin in diesem Jahr live passiert ist.Schon "strain everything", der opener des Albums, macht klar, was kommen wird - grosser elegischer Pop (mit leichten Anleihen bei Radiohead, Sea and Cake,.) !Ran Huber, amSTARt 10/2009 Die Waage zwischen sanfter Melancholie und großen Gefühlsausbrüchen hält stets die Spannung, und die Zuhörer dürfen sich auf die schönsten Filme im Kopf freuen, wenn Lonski und Classen sie mitnehmen in eine Welt, in der das Kribbeln im Bauch und das Funkeln in den Augen sich die Hand reichen.Herbstradio.org 10/2009
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Details

ISBN: 9783941155091
Verlag: Matrosenblau
Erscheinung: 09.10.2009

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