Matteo Salvini, mächtiger Mann der italienischen Rechten und Parteichef der nationalistischen „Lega“ hat hochfliegende Ambitionen. Weit gehen sie über den Sprengel hinaus, in dem die Partei, die einmal „Lega Nord“ hieß, groß wurde, das Phantasiegebilde Padanien im italienischen Norden. Der Mann will die Macht in Rom, er will Europa und die EU umbauen, und er bedient auf diesem Wege Bündnispartner, die er selbst im Kreml in Moskau findet. Bei seinen Partnern kennt er überhaupt wenig Skrupel: Wenn es hilft, greift die neue Lega auch gern auf alte Christdemokraten zurück, noch ältere Faschisten oder ganz moderne Figuren, die den Clans des organisierten Verbrechens nahe stehen. Des Schwarzbuch der beiden Journalisten Giovanni Tizian und Stefano Vergine zeichnet diese Verbindungen nach. Und es erzählt die Geschichte, warum die Partei, die bis vor kurzem den Innenminister des italienischen Staates stellte, eben jenem Staat 48,9 Millionen Euro an illegal einbehaltenen Geldern zurückzahlen muss. Die angeblich nicht mehr da sind.
Dieses Mal hat es Salvini nicht geschafft. Aber bei den nächsten Wahlen? Oder ist die Demokratie in Italien stark genug, sich gegen den mächtigen Mann der italienischen Rechten zu behaupten? Das ist längst nicht ausgemacht – die Regierungskrise, die Salvini im Sommer 2019 in Italien vom Zaun gebrochen hat, ist mit der Bildung einer Mitte-Links-Regierung überwunden worden. Aber ob die hält? Salvini ist ein gefährlicher Zeitgenosse – wie gefährlich er ist und mit welchen obskuren Figuren aus der alten und neuen Rechten Italiens, aus der organisierten Kriminalität und selbst aus Putins Machtapparat in Moskau der Lega-Chef in Verbindung steht, kann man nun in der edition.fotoTAPETA nachlesen: Das SCHWARZBUCH LEGA von Giovanni TIZIAN und Stefano VERGINE ist jetzt
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