Mit der Zunahme von IP-basierten Diensten und dem gleichzeitigen
Wunsch, diese Dienste jederzeit und an jedem Ort in Anspruch zu nehmen,
konvergieren Mobilfunknetze und das klassische Internet immer mehr.
Bestehende Mobilfunknetze bieten eine gute geographische Abdeckung,
unterstützen jedoch nur geringe Datenraten und verwenden spezielle
Protokolle, die auf Sprachdienste ausgelegt sind. Das Internet hingegen bietet
sehr viel größere Datenraten, setzt aber stationäre Kommunikationspunkte
voraus und die zur Verfügung stehenden Dienstgüteprotokolle sind
nicht für den Einsatz innerhalb eines mobilen Umfelds geeignet. Grundlage
für die entwickelte Architektur bildet das "Multiprotocol Label Switching"
(MPLS), welches zum einen den Geschwindigkeitsvorteil gegenüber von IPRouting
bietet und zum anderen eine gleichmäßige Auslastung des Netzes
durch Lenkung der Datenflüsse erreicht. In dieser Arbeit wird ein MPLSbasiertes
Funkzugangsnetz entwickelt, welches sich adaptiv auf die aktuellen
Dienstgüteanforderungen einstellt und somit statische Überreservierung
vermeidet. Weiterhin wird ein Mobilitätsmanagement vorgestellt, das die
Erreichbarkeit der Teilnehmer sicherstellt, auch wenn diese die Zugangspunkte
zum Funkzugangsnetz ändern. Um den Paketverlust und die Verzögerung
während eines Handovers zu reduzieren, wurde ein erweitertes
Handovermanagement integriert.
Oliver Horvath
DS-TE Dienstgüte IP MPLS Mobile IP Mobilfunknetz Mobilitätsmanagement Next Generation Networks