Immaterielle Ressourcen gewinnen gegenüber materiellen und finanziellen Ressourcen zunehmend an Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit und den Wert von Unternehmen. Dem Humankapital kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Allerdings ist das traditionelle betriebliche Rechnungswesen nur bedingt in der Lage, immaterielle Ressourcen wie das Humankapital adäquat zu berücksichtigen. Auch speziell auf das Humankapital ausgerichtete Methoden der Messung und Steuerung weisen zahlreiche Einschränkungen auf. Hier setzt die vorliegende Arbeit an: Aus mehreren Theoriegebäuden wird ein umfangreiches Netzwerk von Humankapital-relevanten Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen abgeleitet und anschließend mittels Kausalanalysen empirisch überprüft und quantifiziert. Als Basis hierfür dienen 1124 bivariate Metaanalysen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind von direkter Relevanz für die unternehmenswertorientierte Steuerung des Humankapitals und lassen sich in bestehende Methoden wie die Balanced Scorecard oder Wissensbilanzen integrieren.
Pipa Neumann