Aus verschiedenen Quellen kommen zunehmende Belege dafür, dass der globale Klimawandel
mit seinen wachsenden Auswirkungen menschgemacht ist. Die Warnungen des
Weltklimarats IPCC sprechen eine klare Sprache. All dies lenkt die weltweite Aufmerksamkeit
auf den Klimawandel und Fragen der Energiesicherheit. China’s Anteil an den
globalen CO2-Emissionen liegt heute bei 19% und es wird erwartet, dass er bis 2030 auf
ca. 27% ansteigt. Nach ersten Schätzungen führt China die Liste der größten Emittenten
für 2006 an und übertrifft selbst die USA um geschätzte 8%.
Die folgende Analyse setzt sich kritisch mit Chinas steigenden Emissionen auseinander,
ohne andere Aspekte in Chinas Entwicklung aus dem Blickwinkel zu verlieren: wirtschaftliche
Entwicklung, Pro-Kopf-Emissionen, der historische Beitrag Chinas zum
Treibhauseffekt sowie die Tatsache, dass große Teile von Chinas industrieller Produktion
exportiert werden.1 Tatsächlich liegen die CO2-Pro-Kopf-Emissionen in China lediglich
bei einem Drittel des europäischen und einem Sechstel des US-amerikanischen Durchschnitts.
Als das größte Entwicklungsland der Welt mit der am schnellsten wachsenden
Wirtschaft steht China aktuell im Mittelpunkt einer aufkeimenden Debatte: Wohin führt
China die globalen Emissionstrends? Die Auswirkungen der eigenen Emissionen, Reduktionsmaßnahmen
und Anpassungsprozesse stellen das Land selbst vor ungeahnte Herausforderungen.
Gleichzeitig hat China die einzigartige Chance, einen erheblichen Beitrag
in der Transformation hin zu einer emissionsarmen globalen Gesellschaft zu leisten.
Cheng Qian
China Klimapolitik Klimaschutz UNFCCC Zivilgesellschaft