Timothy J. Keller J. Allen Thompson Keller Handbuch zur urbanen Gemeindegründung

Handbuch zur urbanen Gemeindegründung

von Timothy J. Keller J. Allen Thompson

Redeemer Church Planter Manual

EUR 29,95

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Beschreibung

Auf dieses Werkzeug haben viele Gemeindegründer und Pastoren schon lange gewartet! Auf über 300 Seiten führen Tim Keller und Allen Thompson in alle wichtigen Fragen rund um das Thema Gemeindegründung im städtischen Umfeld ein: theologische Grundlagen, Leiterschaft, Dienstphilosophie und vieles mehr. Mit Vorworten von Al Barth und Stephen Beck.

Autor*in

Timothy J. Keller

Themen in »Handbuch zur urbanen Gemeindegründung«

Urbane Gemeindegründung

Stimmen zu »Handbuch zur urbanen Gemeindegründung«

Timothy Keller und J. Allen Thompson: Handbuch der urbanen Gemeindegründung, 2.Aufl., Worms: pulsmedien, 2012, 310 S., € 29,95Bei vorliegendem Werk handelt es sich um eine Übersetzung des bereits 2002 erschienenen Church Planter Manual, herausgegeben vom Church Planting Center der Redeemer Presbyterian Church in New York (heute: Redeemer City to City). Es enthält in weiten Teilen Material, das die Erfahrungen von Tim Keller bei der Gründung dieser Gemeinde Anfang der 90er Jahre reflektiert. Keller ist inzwischen in Deutschland einem breiteren Publikum durch eine Reihe von Veröffentlichungen zu geistlichen Themen bekannt. Hier nun schreibt er (gemeinsam mit J. Allen Thompson) als Praktischer Theologe mit einer großen Leidenschaft für die Gründung urbaner Gemeinden. Bei einem derart umfassenden Handbuch muss ein grober Überblick über die behandelten Themen genügen. Nach einem interessanten Abriss der Geschichte der Redeemer Presbyterian Church geht es in einem ersten Hauptteil darum, sich die „Vision von Gemeindegründung“ zu eigen zu machen (33-80). Drei Fragen sind dabei von besonderer Wichtigkeit: Warum sollte man überhaupt Gemeinden gründen? (Vgl. zu dieser ersten Frage auch das Vorwort zur deutschen Ausgabe von Stephen Beck, 9-10.) Welche Art von Gemeinden sollte man gründen? Und: Durch welche Werte sollten die zu gründenden Gemeinden geprägt sein? Wie im deutschen Titel bereits ausgedrückt, betonen die Autoren in der Folge die (nicht nur strategische) Wichtigkeit von Gemeindegründungen in (Groß-)Städten und beschreiben das Anforderungsprofil eines urbanen Gemeindegründers. Der zweite Teil des Buches wirft einen anwendungsorientierten Blick auf die Vorbereitungsphase einer Gemeindegründung (81-132). Ausgehend von der Erfahrung vieler mangelhaft vorbereiteter Gründungsversuche (von denen es auch in Deutschland recht viele gibt) wird mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass man zuerst tief in das Lebensumfeld eintauchen sollte, bevor man mit den konkreten Planungen für eine Gemeindegründung beginnt. Daran anknüpfend bietet das Handbuch dem angehenden Gemeindegründer praktische Hilfestellung (1) bei der Erarbeitung einer auf seinen spezifischen Kontext zugeschnittenen „Dienstphilosophie“ und (2) beim Konzipieren eines konkreten Aktionsplanes für die zukünftige Gemeindegründung. Der dritte Hauptteil befasst sich mit der eigentlichen Gründungsphase (133- 196). Zunächst geht es zentral darum, Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen. Hier betonen die Autoren u.a. die Notwendigkeit des „evangelistischen Netzwerkens“ durch das Gründungsteam sowie die Entwicklung eines auf die Ausbreitung des Reiches Gottes ausgerichteten Gebetsteams. Besonders hilfreich sind in diesem Zusammenhang die Ausführungen zur Gestaltung eines Gottesdienstes, der – im Gegensatz zum klassischen „Seeker Service“ – ein doppeltes Ziel hat: einerseits „Gott zu verherrlichen und Christen aufzuerbauen“ und andererseits „Nichtchristen herauszufordern und zum christlichen Glauben einzuladen“. Im Anschluss daran wird mit Nachdruck hervorgehoben, dass neben einer evangelistischen Grundausrichtung bereits in dieser frühen Phase die Grundlagen für fruchtbare Jüngerschaftsprozesse und für eine dauerhafte Ausbildung von dienenden Leitern gelegt werden müssen.Das (wenn man so will) „theologische Herzstück“ des Handbuchs findet sich im vierten Hauptteil (197-233). Die geschilderten individuellen und gemeinschaftlichen Erneuerungsprozesse sind der geistliche „Treibstoff“ für jede gesunde Gemeindearbeit und sollten daher nicht nur von angehenden Gemeindegründern sondern generell von gemeindlichen Verantwortungsträgern verinnerlicht und kontinuierlich gefördert werden. Nicht nur hier bietet das vorliegende Werk einen theologischen Tiefgang, den man in weiten Teilen zeitgenössischer Gemeindebauliteratur vermisst. In den Schlusskapiteln (235-286) weitet sich schließlich der Blick weg von der eigentlichen Gemeindegründungsarbeit hin zu einer durch einzelne Gründungen angestoßenen „Bewegung“, die vom Evangelium geprägt ist und die ganzheitliche Entwicklung einer Stadt zum Ziel hat. Im Zentrum einer solchen Bewegung stehen Gemeinden bzw. Gemeindegründungen, die bewusst auf Multiplikation ausgerichtet sind und damit ihr (städtisches) Umfeld mittelfristig nicht nur geistlich, sondern als Konsequenz auch sozial und kulturell verändern und prägen. Das Handbuch der urbanen Gemeindegründung halte ich aus mehreren Gründen für ein äußerst wertvolles Werkzeug zur Vorbereitung einer Gemeindegründung bzw. für den Gemeindebau im Allgemeinen. Neben den bereits erwähnten Vorzügen liegt eine besondere Stärke des Buches in der durchgehaltenen Balance zwischen anschaulichem Praxisbezug und missiologisch-ekklesiologischer Reflektion (vgl. dazu neuerdings auch Timothy Keller, Center Church: Doing Balanced, Gospel-Centered Ministry in Your City, Zondervan, 2012). Damit unterscheidet es sich substantiell von weiten Teilen herkömmlicher Gemeindegründungsliteratur, die sich entweder sehr allgemein dem Warum der Gemeindegründung widmet oder im Sinne oberflächlicher „Schritt für Schritt-Anleitungen“ zu spezifisch das Wie eines bestimmten Gemeindemodells propagiert. Im Gegensatz dazu entwerfen Keller und Thompson in aller Ausführlichkeit eine überzeugende theologische Vision (Werte, Gemeinde-DNA, Dienstphilosophie) und überlassen es dem engagierten Leser, diese Vision für ein spezifisches lokales und u.U. auch denominationelles Umfeld zu adaptieren. Somit liefert das Werk die theoretischen Grundlagen für praktisch-theologisch durchdachte und verantwortlich kontextualisierte Gemeindegründungen unterschiedlichster Couleur. Nicht nur angehende Gemeindegründer, sondern alle, an einem evangeliumszentrierten Gemeindebau Interessierte, werden dieses Handbuch mit Gewinn „durcharbeiten“ (man merke: das Buch will „bearbeitet“ nicht einfach nur „gelesen“ werden). Von der Dichte der Information sollte man sich dabei nicht abschrecken lassen, ebensowenig von gelegentlichen Druckfehlern und Unebenheiten in der Übersetzung. Dass es einem kleinen Verlag mit Hilfe einiger Gemeindegründungsnetzwerke überhaupt gelungen ist, ein solch umfassendes Werk nun auch einer deutschen Leserschaft zugänglich zu machen, verdient Respekt. Bleibt abschließend zu hoffen, dass das vorliegende Handbuch die Gemeindegründungskultur im deutschsprachigen Europa in Theorie und Praxis nachhaltig beeinflusst.Philipp Bartholomä, JETh 2013
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Details

ISBN: 9783939577119
Verlag: pulsmedien
Erscheinung: 01.02.2012

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