Der Eichenzwerg August Kleinwuchs wohnte in einer kleinen gemütlichen Hütte, die im Schutz einer alten wuchtigen Eiche stand. Sie hatte schon manchen Sturm erlebt und konnte viele Geschichten erzählen, wenn der Wind durch ihre knorrigen Äste pfiff. Sie stand im Krumbachtal, das verträumt zwischen dem Nordwindsee und seinen Bergen lag, dem Silbersee im Osten, im Westen thronte der Glockenberg, aus dem der Krumbach, seinem Namen alle Ehre machend, herausfloss. Blickte man aus Augusts Hütte, sah man im Süden lange sanfte Hügel und tiefe Wälder, soweit das Auge reichte. Zwerge, Rosenwichte, Glumbölen, Querzkerle und Feen lebten seit alter Zeit im Krumbachtal. Doch etwas beunruhigte August: Immer mehr Bewohner verließen das Kumbachtal, ohne sich zu verabschieden. Niemand wusste, wohin sie gingen. Wurden sie entführt und an einem geheimen Ort gefangen gehalten? August beschloss, der Sache nachzugehen und machte sich auf die Reise.
Astrid Paulwitz
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