Der Roman hat die Lebensgeschichten einiger Angehörigen einer Schulklasse des altehrwürdigen Honterus-Gymnasium in Kronstadt in der Zeit der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn zum Inhalt, die beispielhaft für die Gefährdung, damals bereits mehr als siebenhundert Jahre dauernder deutscher Existenz auf siebenbürgischen Boden, durch die zunehmenden nationalistischen Bestrebungen im Vielvölkerstaat stehen. Daher antizipiert der Roman bereits bei seiner Erscheinung 1931, den Massenexodus der deutschen Bevölkerung zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts.
Adolf Meschendörfer
Adolf Meschendörfer hat durch seine schriftstellerische Tätigkeit und als Herausgeber der Zeitschrift Die Karpathen (1907–1914), die siebenbürgisch-deutsche Literatur im 20. Jahrhundert entscheidend beeinflusst. Sein Roman Leonore (1908) gilt als erster moderner Roman der siebenbürgischen Literatur, sein Herbstgedicht Siebenbürgische Elegie (1927) wurde von siebenbürgischen Autoren so häufig repliziert wie kaum ein anderes deutsches Gedicht. Durch den Roman Die Stadt im Osten hat er seiner Heimatstadt die wohl schönste Liebeserklärung hinterlassen; der Roman wurde 1932 mit der silbernen Medaille der Deutschen Akademie ausgezeichnet.
Im Jahr 1937 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Breslau und wurde mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.
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