Der banatschwäbische Dialekt, in welchem der erste und der zweite Akt dieser Tragikomödie geschrieben sind, ist kein einheitlich gesprochener Dialekt (gewesen), sondern hatte von Dorf zu Dorf seine Eigenheiten, die manchmal soweit differenziert sein konnten, dass die Verständigung untereinander schwierig wurde. Diese Differenziertheit ist auf die sehr unterschiedlichen Einwanderungsgebiete der Deutschen ins Banat zurückzuführen. Bayern, Franken, Schwaben, Badener, Elsässer, Lothringer, Pfälzer, Luxemburger, Sauerländer, Böhmer und Sachsen – alle hatten sie ihre Dialekte mitgebracht, die in der relativ kurzen Zeit ihrer Ansiedlung im Banat kaum die nötige Zeit hatten, sich angleichen zu können. Und dennoch wird hier der Versuch unternommen, für spätere Generationen der Banater Schwaben, aber auch für Sprachwissenschaftler, etwas von diesem Dialekt zu bewahren.
Walter Roth
Walter Roth
ist ein 1959 in Bruckenau (rum. Pișchia), Volksrepublik Rumänien, geborener deutscher Schauspieler, Autor und Verleger.
Von 1981 bis zu seiner Flucht 1987 aus dem kommunistischen Rumänien war er Ensemblemitglied des Deutschen Staatstheaters Temeswar. Als anerkannter Spätaussiedler arbeitete er in der BRD zunächst als Sanitär- und Heizungsinstallateur, ehe er, nach einem abgebrochenen Architekturstudium, zunächst eine Tätigkeit als Bauzeichner und dann als CAD-Trainee aufnehmen konnte. Noch in München lebend, gründete er am 13.09.2004 den WaRo-Verlag. Kurze Zeit nach seinem Umzug nach Heidelberg nahm er seine schauspielerische Tätigkeit am Sandkorn-Theater Karlsruhe mit der Uraufführung des Stückes Die Nacht davor von C. D. Florescu in der Regie von Victor Carcu wieder auf, ohne seine Tätigkeit als Verleger aufzugeben, vielmehr wurde diese durch die Aufnahme von Autoren aus dem Umfeld des Sandkorn-Theaters in das Verlagsprogramm erweitert. Außerdem begann er den so genannten Alten-Weinberg seiner Frau Monika zu einem Veranstaltungsort umzubauen – der Anbau von Wein resultierte als logische Konsequenz daraus.
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