Die weit verbreitete Nmin-Methode zur Bestimmung des mineralisierten Stickstoffgehaltes in der durchwurzelten Bodenzone dient vor allem der Düngeberatung durch die Landwirtschaftskammern, ist aber nur bedingt geeignet zur Quantifizierung des Nitrateintrages in das Grundwasser. Je nach Probenahmezeitpunkt können danach durch Pflanzen noch erhebliche Stickstoffmengen aufgenommen sowie durch starke Niederschläge aus der durchwurzelten Bodenzone ausgetragen werden und sind damit einer Messung nicht mehr zugänglich.
Andererseits ist die Bestimmung der Nitratbelastung im Grundwasser durch eine Entnahme aus Grundwassermessstellen meist aufgrund der integrativen Beprobung größerer Teile des Grundwasserkörpers nicht geeignet, Flächen mit erhöhtem Stickstoffaustrag eindeutig zu identifizieren.
Das im Rahmen des hier vorgestellten Projektes entwickelte, neue Verfahren zur Bestimmung des Stickstoffaustrages landwirtschaftlich genutzter Flächen soll die Wissenslücke zwischen Nmin-Daten der Bodenzone und der Nitratkonzentration im Grundwasser schließen helfen. Die Ergebnisse zweier exemplarischer Anwendungen des neuen Verfahrens werden im vorliegenden Heft der ATV-DVWK – Themen erörtert und einer breiten Fachöffentlichkeit zur Verwendung und Erprobung angeboten.
Abwasser u. Abfall ATV-DVWK Deutsche Vereinigung f. Wasserwirtschaft
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