Zu einer Zeit des kulturellen Umbruchs schuf der Bildhauer Rodrigo Alemán in Kastilien prächtige Retabel und Chorgestühle, die zu den herausragendsten Exemplaren ihrer Art in Europa zählen. In der Kunstmetropole Toledo arbeitete er für die mächtigen Kirchenfürsten, Schlüsselfiguren der spanischen Politik, die als humanistisch geprägte Kunstförderer neue Wege beschritten. Am Beispiel des Niederländers Rodrigo Alemán, der stark von der deutschen Kunst inspiriert wurde und sich als impulsgebender Erneuerer erweist, und der Stadt Toledo, damals Zentrum eines internationalen Künstlerkreises, wird die spätgotische Bildhauerkunst Kastiliens untersucht. Sie kennzeichnet eine Verknüpfung aus Formelementen verschiedener Kunstregionen Europas. Eine grenzüberschreitende Arbeit, eingebettet in einen breiten historischen Rahmen.
Dorothee Heim
Kunstgeschichte Mittelalter Skulptur Spanien
'Dieses Buch ist dazu berufen, von unverzichtbarem Wert für diejenigen zu sein, die sich mit der spanischen Kunst beschäftigen.''Dieses Werk ist ein fundamentaler Beitrag zur spanischen Kultur des Frühmittelalters und der frühen Renaissance, und zwar nicht nur aufgrund der zahlreichen präzisen Erkenntnisse, sondern besonders, weil es eine völlig neue Methodologie entwickelt, die zukünftigen Arbeiten sicherlich als exemplarisches Vorbild dienen wird.'(Goya, Revista de Arte, No. 316–317, Januar–April 2007)'Die vorzügliche Ausstattung mit schöner und üppiger Bebilderung bereichert/veredelt diese gründliche und präzise Arbeit.'(Archivo Español de Arte, Volumen LXXX, No. 320, Oktober–Dezember 2007)
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