Mona wohnt mit Frank zusammen in einer Hamburger Sozialwohnung. Eines Abends wird sie von Unbekannten verschleppt und in ein modriges Verlies in den Pyrenäen gesperrt. Ein dubioser Greis im Rollstuhl stellt ihr seltsame Fragen und Silvana, ein kleines Mädchen, erzählt ihr, daß sie in Wirklichkeit gar kein Mensch ist sondern ein Monster.
Mona will davon nichts wissen. Sie hat mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen und die Erinnerungen daran verdrängt. Eine erzwungende Hypnosesitzung ändert dies.
Nach und nach erinnert Mona sich daran, wer sie wirklich ist, bricht aus und flieht in die Berge. Bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leichen säumen ihren Weg, doch ihre Verfolger bleiben ihr auf den Fersen, denn sie besitzt etwas, das für ihre Entführer weitaus wertvoller ist als ein paar Menschenleben.
Der dritte Teil des Anderwelten-Epos ist düster, blutig und erotisch, und von allem reichlich.
Das Wichtigste vorneweg: Man kann dieses absolute Highlight der Dark Fantasy auch vor Band 1 und 2 lesen.
„Dämonentränen“ schlägt ein neues Kapitel der Anderwelten-Chroniken auf. Es ist die Geschichte von Mona, die versucht, in unserer Welt ein normales Leben zu führen. Dazu gehört auch die Verdrängung ihrer monströsen Vergangenheit. Doch eben diese holt sie ein, als eine namenlose Organisation sie entführt, um eine bestimmte Information aus ihr herauszupressen.
Dazu müssen zunächst Monas verschüttete Erinnerungen reaktiviert werden. Allerdings geht dies nicht ohne Nebenwirkungen vonstatten. Schon bald zahlen die Entführer einen hohen Preis.
Das dritte Buch der Anderweltenchroniken ist ein Buch der Extreme. Düster, blutig und erotisch weckt es Mitleid und Sympathien für ein Wesen, das eigentlich weder das eine noch das andere verdient. Sollte man meinen.
Peter Lancester