Der junge Hauptdarsteller, Wunderkind, Schauspieler, Werber und ehemaliges Topmodell, liefert sich selber ins Irrenhaus von Zürich ein. Er führt den Leser durch Erinnerungen und Betrachtungen, eine Achterbahn der Gefühle, eine Reise über die Laufstege dieser Welt, von Tokio bis Hollywood, bis zum Punkt, wo Ängste erwachen, wachsen und ihn in seiner Wohnung in Zürich über Monate gefangen halten, als Käfig, den er nicht mehr verlassen kann. Nach längerem Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik entscheidet er sich fürs Exil und zieht nach Bern. Mit dem Ziel, in einer ruhigeren Welt eine Liebe zu sich selber zu entwickeln, um die Ängste zu bekämpfen, sinnlos und unfähig zu sein, hier auf dieser lauten, schnellen und scheinbar oberflächlichen Welt glücklich zu werden. Bis er zwar die nötigen Antworten nicht gefunden hat, aber nach Zürich zurückkehren will. Der Hauptdarsteller lässt nicht nur sein grosser und sehr junger Freundeskreis Zeuge seiner Erkundungen und Beobachtungen sein, er ermöglicht es auch dem Leser, eine individuelle Geschichte zu erleben, indem er nur die Reiseroute vorgibt und jedem die Möglichkeit lässt, selber Antworten zu finden. In einer Welt, in der alles und deshalb nichts Bestehendes mehr möglich scheint. Das Buch ist weder Wegweiser noch bietet es Ratschläge, vielmehr hält es fest, dass jegliches Versagen unter den heutigen Umständen in Ordnung ist.
Florian Burkhardt