Dieses Buch widmet sich einer der originellsten und theologisch bedeutsamsten Festtagsikonen – der frühen Ikone des „Pfingstfestes“. Obgleich bereits im Umfeld von Antike und Mittelalter entstanden, tritt sie in der heutigen liturgischen Praxis der russisch-orthodoxen Kirche deutlich hinter der im Vordergrund stehenden Darstellung der als Dreifaltigkeitsbild verstandenen „Gastfreundschaft Abrahams“ zurück. Die vom Autor gewählte „ikonologische Methodik“ umfasst eine eingehende semantische Analyse des reichhaltigen ikonographischen Materials, illustriert jeden Abschnitt neuer schöpferischer Lösungsansätze und öffnet den Blick für die theologische Tiefe des Festes, wodurch diese Lösungsansätze erst verständlich werden. Gleichzeitig wird eine Antwort auf eine ganze Reihe heutiger Fragen und Zweifel gegeben, wie zum Beispiel auf die Frage nach der Angemessenheit der Abbildung der Gottesmutter inmitten der Apostel oder nach der Herkunft der „Herrscher-Kosmos“ Allegorie in der Pfingstikone.
Diese Arbeit, mit der Vater Nicholas Ozoline im Jahre 1985 an der Universistät Sorbonne in Paris promoviert wurde, liegt bereits in russischer, rumänischer, serbischer und griechischer Übersetzung vor.
Nicolas Ozoline
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