Der Leser erfährt am fiktiven Strand von „Köln-Koog“ über die zukünftige Gesellschaft, die von Klimakatastrophen und der neuen Geographie geprägt wird. In fünf Kapiteln nimmt der anhaltinische Autor („doppelt gedäutscht hält besser“) mit seiner Lyrik Stellung zur aktuellen Entwicklung.
Seine Sprachbilder überspringen Ecken, um die wir gewöhnlich denken, verfeinern unsere Wahrnehmung. Entzerrt stellt sich die Welt dar, als wären wir außerirdische Feldforscher, die neue Facetten in einer fremden Kultur aufspüren. Eine praktische Denk(w/r)eise für eine Ethik, die in ein positivistisches Armageddon münden kann.
Die Stadt Köln-Koog steht für Alle Orte, an denen sich Menschen verdichten. Als Zugaben präsentiert uns Dr.Treznok sein Flaschenpostamt, treffende Illustrationen von Olaf Sven Zaake sowie ein Kapitel mit Oi-Lyrik, die das Bild von Köln-Koog abrunden.
„Ob die Sonne lacht oder der Himmel weint, welche EisZeyt uns auch bevorstehn mag: irgendwo gibt es Köln-Koog; und wenn wir nicht aufpassen, dann geht es dort genauso weyter. Das ist meine Mässitsch.“ (Dr.Treznok 2004)
Manfred Keitel
Treznok