In der mehr und mehr zerfallenen Altstadt von Havanna sammeln sich die Marginalisierten und die tatsächlich oder tendenziell Kriminellen. Hier hat Amir Valle jahrelang gelebt und die Unter- und Zwischenwelten Kubas recherchiert. Dabei hat er sich mit dem alten Farbigen Alex Vargas angefreundet, der, als die Mafia unter Meyer Lansky und anderen noch die Stadt beherrschte, einen Teil der Schmutzarbeit für sie erledigte. Inzwischen ist er geläutert und die unbestrittene Autorität des Viertels, das er verteidigt, indem er aber auch auf seine Art für Ordnung sorgt: die Ordnung derer, die im Schatten leben.
Hinzuerfunden hat der Autor einzig den Kommissar Bec, der verschiedene Fälle zu klären versucht: missbrauchte und getötete Kinder, ein Liebespaar, das während des Aktes ermordet wird, unter falschem Namen auf dem Friedhof abgelegte Leichen, die geheimen Wege des Drogenhandels und seine Verbindungen zu offiziellen Stellen.
Amir Valle