Spanien ist das Mutterland der europäischen Pferdezucht und Wiege der klassischen Reitkunst. Jerez de la Frontera, die 200.000-Einwohner-Stadt im äußersten Südwesten Andalusiens, wurde weltweit nicht nur durch seine Sherry-Bodegas berühmt, sondern auch als Hauptstadt der Pferde. An keinem anderen Ort Spaniens gibt es eine derartige Konzentration von hippologischen Höhepunkten.
In der "Königlich Andalusischen Schule der Reitkunst" werden die Lektionen der "Hohen Schule" geprobt und in staatlichen Gestüten und Hengststationen die "Pura Raza Espanola", die reinrassigen Andalusier gezogen. Alljährlich im Mai aber kommt es in Jerez zu einer glanzvollen Selbst-darstellung von Rössern und Reitern, zur "Feria del Caballo", einem Fest der Pferde, mit Turnieren, Schaupro-grammen und Stierkämpfen im Sattel. Für fünf Tage wird die ganze Stadt zu einem einzigartigen "Teatro del Caballo".