Kinder haben Hände leicht wie Federn, wenn sie schlafen. Und wenn sie tief schlafen, ist der ganze Körper nicht schwerer als eine einzige kleine Feder. Und wenn man pustet, dann fliegen sie hoch und schweben und merken gar nichts. Irgendwer hat bei Cora gepustet. Ich weiß nicht, wer, ich war’s nicht, und Jo war ja nicht da. Ich komme ins Zimmer und das Kind schwebt schon, mit grauen Punkten im Gesicht und auf den Händen.
Drei Stücke, ursprünglich geschrieben fürs Theater und fürs Radio: 'Die Innenseite des Wassers berichtet vom Tod und seiner Überwindung. 'Der Riß im Flügel der Möwe' ist eine poetische Auseinandersetzung mit der These, daß nichts verschwindet – nicht mal ein Leben, das es gar nicht erst ins Leben geschafft hat. Und in 'Rabenkind' wird der Frage nachgegangen, wie es ist, ein Kind zu verlieren. Und dafür auch noch selbst verantwortlich zu sein.
Bert Strebe
Deutsche Autoren Hörspiel Theater