Neben der sicheren Einhaltung der Emissionsgrenzwerte werden Krematorien heutzutage zunehmend unter energieeffizienten Aspekten bewertet. Verstärkt wurde diese Betrachtungsweise durch die festgestellte Gasmangellage, die konsequenterweise auch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der in der 27. BImSchV enthaltenen Mindesttemperaturforderung in der Nachbrennkammer, führte. Neben primärseitiger Energieeffizienzsteigerung gewinnen auch sekundärseitige Maßnahmen zur Abwärmenutzung an Bedeutung. So sind mittlerweile viele Krematorien mit einer internen Wärmeversorgung ausgestattet. Weitere Formen der Energienutzung, wie Wärmeversorgung von benachbarten Gebäuden über Nahwärmeleitungen oder Stromerzeugung über ORC-Anlagen befinden sich in der Planung und Erprobung.
Dieser Tagungsband „Krematorium – Klimaschutzziele“ enthält sämtliche im Rahmen der Tagung präsentierten Vorträge, die sich nicht nur mit den Möglichkeiten zur Minderung des CO2-Fußabdrucks derartiger Anlagen auseinandersetzen, sondern sich auch mit der Aktualisierung der VDI-Richtlinie beschäftigen. Darüber hinaus werden Veränderungen in der Bestattungskultur und alternative Ansätze vorgestellt und aus rechtlicher Sicht bewertet.
Gebhard Dr.-Ing. Schetter
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