"Warum willst du ans Meer, hat sie gefragt; Du kannst nicht schwimmen und willst ans Meer. - Genau deshalb, hat er gesagt."
So wie bei den beiden Protagonisten der Titelgeschichte dieses Bandes mit Erzählungen sind es die Brüche in den Charakteren, die den Autor interessieren. Ein Ausflug wird zur Sezierung eines Beziehungsgeflechts; eine Einladung in das Haus des Vorgesetzten verläuft so wie erwartet und doch ganz anders; eine junge Frau benutzt ihren Beruf, um gegen den Vater zu rebellieren. Alle eint die Komplexität der Figuren, die einen gemeinsamen Nenner suchen für das, was ihnen das Leben bedeutet.
Peter Leonard
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Das besondere an Peter Leonards Texten ist, dass er so echt schreibt, Dialoge wie gerade notiert. In augenblicklicher Abfolge. Seine Dialoge stehen einfach da, mitten im Text, unvermittelt im Raum. Wirken nicht erfunden, nicht hölzern. Wie man wirklich denkt. So steht es da. Die Gedankenabfolge wie in Wirklichkeit, wenn wir nach Worten suchen im Gespräch; uns unsicher sind, uns verbessern. Auch, was wir vielleicht lieber nicht gesagt oder gedacht hätten. Das kommt hier vor, das wird benannt.Wir sind seine Figuren. Leonard zeigt wie mit einem Scheinwerfer auf einen Ausschnitt irgendeines Lebens, irgendeines Momentes. Mit eingeflochtenen Erinnerungen.[.]„Das Meer in Erwartung der Schwimmer“ ist nicht nur ein absolut empfehlenswertes Debut sondern die Entdeckung eines neuen Autors.
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