Karl H Finck Finck Wildern mit Angel, Speer un Flint

Wildern mit Angel, Speer un Flint

von Karl H Finck

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Beschreibung

Vorwort Gewildert wurde zu allen Zeiten, in den Bergen mit den großen Wäldern noch mehr als im Flachland, das beweisen zahlreiche Filme und die Literatur. Auch in unserem Heimatland Mecklenburg/Vorpommern mit seinen grünen Feldern, Seen, großen Mooren und Wäldern wurde gewildert. Wer sich jagdbares Wild aneignet oder anzueignen versucht, ohne dazu berechtigt zu sein, ist ein Wilddieb.Das gilt sowohl für die Gesellschaftsordnungen im Feudalismsus als auch im Kapitalismsus und Sozialismus. Fast alle unsere Weidmännner sind weidgerechte Jäger. Zwischen Jäger und Wilderer steht aber auch noch der Schießer und Aasjäger, der zwar eine Jagdberechitgung besitzt, aber nicht weidgerecht jagt. Er schreckt nicht davor zurück, sein eigenes Revier leer zu schießen und in fremdern Revieren zu jagen. Es stellt sich die Frage, warum gewildert oder ohne Angelschein in bewirtschafteten Gewässern geangelt wird. Zum Beispil aus Not und Hunger nach Kriegen, wie nach dem zweiten Weltkrieg. Mit Hunden und vom Dorfschmied angefertigten Speeren, aber auch mit Schlingen und Flinten. Gewildert wird aber auch in Zeiten, in denen die Not überwunden ist. Ist es Habgier, Geldgier beim „Vermarkten" von Wildbret oder Fellen oder die Gier nach Trophäen oder anderem, oder ist es eine seltsame, unbegreifliche, unüberwindliche Leidenschaft? Wilderer aus Leidenschaft, denen es hauptsächlich auf Trophäen ankommmt - Rehgehörne, Hirschgeweihe, Grandeln usw. - brauchen weder Helfer noch Hehler. Andere Wilderer brauchen Abnehmer, meist auch Mittelsmänner, um das Wild mit hohem Gewinn zu vermarkten. Beim Niederwildverkauf entfallen natürlich Hilfspersonen. Noch im 20. Jahrhundert gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen Wilderern und Jägern beziehungsweise bewaffneten Wächtern mit zahlreichen Toten. So wird z. B. amtlich berichtet, dass es vom 01. Oktober 1925 bis zum 30. September 1926, also in einem Jahr, 576 Zusammenstöße zwischen Förstern und Wilderern gab. Dabei wurden 24 Beamte und 18 Wilderer getötet und 23 Beamte und 31 Wilderer verletzt. In den ersten Jahren nach 1918, als unter anderem auch aus Not gewildert wurde, waren die Zahlen noch wesentlich höher. Das Umherstreifen - das Ströpen - beginnt oft schon im Jugendalter. Nun wird aber aus jedem „Ströper" bei weitem kein Wilderer. Oft wurden aus „Ströpern" im Erwachsenenalter geachtete Jäger, denen auch die Hege und Pflege des Wildes am Herzen liegt. Ich hoffe, dass ich Sie etwas neugierig gemacht habe und Sie dieses kleine Buch mit Interesse lesen.

Autor*in

Karl H Finck

Themen in »Wildern mit Angel, Speer un Flint«

Jagd Mecklenburg Plattdeutsch Vorpommern Vorpommern

Stimmen zu »Wildern mit Angel, Speer un Flint«

Details

ISBN: 9783935244169
Verlag: Plawe
Erscheinung: 12.2005

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