Das Buch stellt ein wirkmächtiges und kaum bekanntes Phänomen
des Bewusstseins vor: Die Protention.
Sie ist eine ständige Erwartungshaltung, welche unmerklich die nächste
Gegenwart vorstrukturiert.
Die Protention gewinnt viele Funktionen, welche im Buch übersichtlich dargestellt werden. Zum Beispiel bereitet sie unser Denken vor, damit wir nicht vom impressionistischen Chaos überlastet werden. Dank der Protention können wir die Aufmerksamkeit auf das nächst Wichtige lenken.
Nikolaus Jochberg zieht die Konsequenzen aus Edmund Husserls früher Phänomenologie des Zeitbewusstseins. Weit entfernte Gebiete wie optische Täuschungen, Bedeutungskonstituierung und Kreativität finden mit der Protentionshypothese eine gemeinsame und erstaunlich konzise theoretische Grundlage. Dabei ist Jochberg darauf bedacht, möglichst einfach und mit treffenden Beispielen aus dem Alltag zu schreiben.
Das Buch sollte von Fachleuten verschiedenster Richtung zur Kenntnis genommen werden.
Auch dem Laien bietet das Buch einige Unterhaltung.
Das Buch ist in fünf Teile gegliedert:
1. Vorstellung Husserls Zeitphänomenologie,
2. Darstellung der Zeitstrukturen des Bewußtseins,
3. Möglichkeiten für einen Neuanfang,
4. "Philosophische Nachfragen",
5. Rekapitulation verwendeter Begriffe sowie graghische Darstellung zum Lernprozeß.
Nikolaus Jochberg
Philosophie Zeitbewußtsein Zeitmanagement