Märchen sind wie Träume. Sie steigen aus dem Unbewussten und sind plötzlich da. In ihrer unergründlichen, alten Weisheit bringen sie etwas mit aus der Ur-Vergangenheit. Sie wandern durch die Geschichte, sammeln im Himmel und auf der Erde im Laufe der Zeiten ihre Schätze ein, um sie dann – irgendwann, irgendwo und bei irgendwem auszuschütten. Märchenfiguren verbinden sich oft geschwisterlich mit anderen Wesen, Menschen, Tieren, Pflanzen, Steinen und vor allem auch mit den unsichtbaren und geistigen Kräften. In vielerlei Gestalt, als Kobolde, Luftgeister oder Hexen kommen sie daher, als Engel oder Vogeltiere, als Ritter oder Lichtgestalt auf der Suche nach dem Stein der Weisheit.
Nicolette Geriet