Der Abbau kognitiver Fähigkeiten mit steigendem Alter stellt für den einzelnen Patienten und seine Angehörigen ein oftmals erschütterndes persönliches Schicksal dar; für die Allgemeinheit ergeben sich daraus in einer alternden Gesellschaft zunehmende ökonomische und soziale Probleme.
Eine umfangreiche Literatur beschäftigt sich mit der Rolle, die Stress in diesem Prozess spielt. Besonderes Augenmerk genießt dabei der Hippokampus, eine Hirnstruktur, die an der Gedächtnisbildung ebenso zentral beteiligt ist wie an der Regulation der Stresshormone der Nebennierenrinde.
Der Autor verschafft aus klinischer und neurobiologischer Sicht einen umfassenden Überblick über Funktion und Aufbau des Hippokampus, Wirkungsweise der Stresshormone und neuronalen Zelltod. Ausgehend von eigenen Untersuchungen wird die vorhandene Literatur einer kritischen Würdigung unterzogen und der Versuch unternommen, eine umfassende Hypothese über die Wirkung der Stresshormone auf den Hippokampus aufzustellen.
Philipp von Rosenstiel