"Du verkörperst alles, was dich begrenzt und besitzt alles, was darüber hinausführt." Daraus ergibt sich: "Was uns treibt" und die jeweilige "Gangart" zu lieben, zu denken, zu "gehen gegen den Wind und im Kreise -
wechselweise." Manchmal leben wir ein: "Im Sprung hinüber gerettet ins Unrettbare" oder erfahren "die Kraft, die schweben macht" und "einen Moment Vergeblichkeit, der sich lohnt" oder "dass eine Hand genügt, die sich in deine schiebt" und "ob dein Kuss ein Träumer, ein Spieler ist, ein
Stromstoß, ein Züngeln, Fermate im All", wechselweise endet "dieses Spiel, das unwiederholbar ist" in einem "Alltäglichen Sündenfall" mit einem Erkenntnisriss" oder einer "unter dem Sand" gesuchten "Zuflucht., die immer auch Flucht ist." oder im "Eigensinn", der "Ungehorsam gegen die,
die Gehorsam verlangen" ist und wir stellen uns am Ende der Lektüre der kritisch
nachdenklichen, ironischen und sinnlichen Gedichte zusammen mit der Autorin die Frage: "Wer lebt mich wohin?"
Barbara Macherius