Hochkarätige Agenten, die an menschlichen Schwächen leiden, ein Hacker auf der Flucht, ein eitler Killer
und ein technophober Chefinspektor.
Eine Komödie zur alltäglichen Überwachung im Staate Österreich.
Ein kleines menschliches Versagen eines Burn-out-gefährdeten US-Agenten eröffnet zwei Studenten den Zugang zu hochbrisanten Daten. Der zufällig gelungene Hack und vor allem der folgende Datendiebstahl bringen die Maschinerie der Geheimdienste ins Rollen. Kurz darauf wird einer der beiden Studenten tot aufgefunden.
Chefinspektor Kovac wird mit der Ermittlung beauftragt. Die Hintergründe entziehen sich seinem Verständnis. Von „Computerei“, Netzen und Datensammlungen versteht der solide ältliche Kriminalbeamte ohnehin nichts. Ihm geht es ausschließlich darum, den Mordfall zu lösen.
Die auf Überwachungsdaten basierende skurrile Verfolgungsjagd der Geheimdienste führt zu diversen Kollateralschäden. Der peinliche Fall wird zum Politikum, und Kovac gerät in die Mühlen von Bürokratie und Korruption. Von oberster Stelle wird die Behinderung der behördlichen Ermittlungen durch die Behörden angeordnet. Fazit: Kovac muss weg.
Mit Witz und Situationskomik schaffen die Autoren in ihrer Parodie eines Spionagethrillers Bewusstsein für die Durchdringung des Alltags durch allumfassende Überwachungssysteme.
Elisabeth Lexer
Elisabeth Lexer, geb. 1965 in Wolfsberg/Kärnten, ist Germanistin und freie Lektorin für Literatur, Philosophie/Kunst/Kultur.
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„Großes Lesevergnügen mit ziemlichem Nachhall, ein
thematisch brandaktueller Roman, der haften bleibt.“
(Andreas Tiefenbacher, Bücherschau 208)
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