ja, wohin traegt uns, ein wind, ueber
je 11 gedichte à 11 zeilen hinweg – wo
sich an jedes einzelne 3 unsrerseits
frei waehlbare abzweigungen
anschmiegen –, durch 11 seiner
graduellen auspraegungen hindurch,
von scheinbarer absenz hin zu schier
alles verwirbelnder, chaotischer
praesenz & zurueck, nur anders –
ohne anfang, ohne ende, eigentlich?
befinden wir uns innerhalb eines
solchen interaktiven poetischen
systems – dessen strenge form gerade
uns mannigfaltige moeglichkeiten zu
zerflieszen schenkt – nicht laengst
wieder auf den faehrten des absoluten
buchs?
blumenleere
Bauer, Michael Johann, geboren am 29. Juni 1979 in Schrobenhausen, aufgewachsen in Brunnen (Oberbayern), studierte Forstwirtschaft in Weihenstephan (Freising). Es folgte eine Spezialisierung auf Pädagogik, aus der seine heutige Tätigkeit im Elementarbereich hervorgeht. Zurzeit lebt er in Augsburg. Als blumenleere arbeitet er experimentell an der Schnittstelle von performativer Poesie, Philosophie und Kunst; sein scheinbares Pseudonym ist ihm tatsächlich zugleich Persona, Ethos und ein offener, stetigem Wandel unterworfener Spielraum. Er blickt – relativ indifferent – auf zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien sowie mehrere eigenständige Publikationen zurück.
Gedichtzyklus Experimentelle Lyrik Winde Transititionszonen Verwirbelungen Orkane Flauten Brisen Stürme Boeen Nature Writing