Zielgruppen: Alle Menschen, die (a) wissen oder gemerkt haben, daß ein Schauspiel seit der Klassik zum Lesen gedruckt worden ist ─ eben als LESEDRAMA, auch als Schullektüre, und beim Lesen ein Hirnkino abläuft, (b) keine Lust haben, ins Theater zu gehen, weil sie vom „Regisseurstheater“, bei dem der Regisseur bzw. die Regie sich nicht mehr an der literarischen Vorlage orientiert und somit das das Originalwerk bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, frustriert sind und lieber ein LESEDRAMA ALS BUCH kaufen. Auch Goethe’s „FAUST“ wurde von Goethe als LESEDRAMA verfaßt – zum Lesen für den gebildeten Leser eben als Drama und nicht als Roman. Viele Leser empfinden ein Lesedrama spannender als die Romanvorlage. Goethes Faust als LESEDRAMA im HIRNKINO laufen zu lassen mag interessanter sein als eine eigenwillige Inszenierung im Regietheater ansehen zu müssen, bei welcher man vor Langeweile oder auch Ärger über das Geschrei sich auf das Ende der Aufführung freut. Beim LESEDRAMA „TESS“ erspart man sich die manchmal ermüdenden Beschreibungen von Landschaften und landwirtschaftlichen Tätigkeiten im ROMAN, die nicht jeder mag. Ein Leser, der solche Textpassagen im Roman rasch überblättert, weil er ungeduldig die spannende Handlung verfolgen will, ein solcher Leser ist "reif für das LESEDRAMA": LESEDRAMA versus ROMANLEKTÜRE für diese Alternative gilt auch hier „DE GUSTIBUS NON EST DISPUTANDUM“ – „Über den Geschmack läßt sich nicht streiten“.
Verkaufshinweise: Zielgruppen sind: Alle Menschen, die (a) wissen oder gemerkt haben, daß ein Schauspiel seit der Klassik zum Lesen gedruckt worden ist ─ eben als LESEDRAMA, auch als Schullektüre, und beim Lesen ein Hirnkino abläuft, (b) keine Lust haben, ins Theater zu gehen, weil sie vom „Regisseurstheater“, bei dem der Regisseur bzw. die Regie sich nicht mehr an der literarischen Vorlage orientiert und somit das das Originalwerk bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, frustriert sind und lieber ein LESEDRAMA ALS BUCH kaufen. Auch Goethe’s „FAUST“ wurde von Goethe als LESEDRAMA verfaßt – zum Lesen für den gebildeten Leser eben als Drama und nicht als Roman. Viele Leser empfinden ein Lesedrama spannender als die Romanvorlage. Goethes Faust als LESEDRAMA im HIRNKINO laufen zu lassen mag interessanter sein als eine eigenwillige Inszenierung im Regietheater ansehen zu müssen, bei welcher man vor Langeweile oder auch Ärger über das Geschrei sich auf das Ende der Aufführung freut. Beim LESEDRAMA „TESS“ erspart man sich die manchmal ermüdenden Beschreibungen von Landschaften und landwirtschaftlichen Tätigkeiten im ROMAN, die nicht jeder mag. Ein Leser, der solche Textpassagen im Roman rasch überblättert, weil er ungeduldig die spannende Handlung verfolgen will, ein solcher Leser ist "reif für das LESEDRAMA": LESEDRAMA versus ROMANLEKTÜRE für diese Alternative gilt auch hier „DE GUSTIBUS NON EST DISPUTANDUM“ – „Über den Geschmack läßt sich nicht streiten“.
Thomas Hardy
Zum 100. Todestag Hardy’s am 11. Jan. 2028
Im Januar des Jahres 2028, also in gut zwei Jahren gerechnet ab heute, Oktober 2025, jährt sich der 100. Todestag des berühmten englischen Schriftstellers des viktorianischen Zeitalters - Grund genug, bereits jetzt, den Schriftsteller mit den beiden Prachtausgaben des Bengelmann Verlages, dem Roman in der Übersetzung von Barbara Scholz, Hamburg,München und den beiden Buchausgaben der zwei grundverschiedenen Bühnenbearbeitungen (erstens das Bühnenfestspiel für fünf Tage nach Vorbild Richard Wagner, und zweitens die abendfüllende Fassung mit nur einer einzigen Dekoration, 90 Minuten in 15 Szenen, von Dr.. phil. Hans Adobe und Dr. phil. Helmut Walter Rathgeber, zu feiern. und in den deutschsprachigen Theatern zu inszenieren! Das Jahr 2028 wird jedenfalls ein Thomas-Hardy-Theaterjahr sein - wenn es bis dahin nicht zum letzten Weltkrieg gekommen ist!
Ältestes Kind des Steinmetzes und Baumeisters Thomas Hardy und dessen Ehefrau Jemima, einer einfachen Dienstmagd. Aufgewachsen in der südenglischen Grafschaft Dorset.
Bühnenfestspiel Bühnenbearbeitung Religion Theaterstück Drama Bühnenadaption Trauerspiel Theaterfassung vom winde verweht Jungfräulichkeitswahn Englische Literatur Jungfrauenwahn Frauenroman Theateradaption Margaret Mitchell
Dr. phil. Pauline Bengelmann zu Thomas Hardy’s psychoanalytischem Gesellschafts- und Frauenroman „Tess von den D’Urbervilles“ und dessen Theateradaptation. Auszug aus einem Essay für den Buchhandel. © Bengelmann Verlag, München. Abdruck im Buchhandel entsprechend den buchhändlerischen Usancen wird ausdrücklich gestattet.
Mit feinfühliger klarer Sprache hat die Hamburger Übersetzerin Barbara Scholz, bekannt geworden durch ihre Übersetzung von Béroalde de Verville’s burleskem Roman der französischen Spätrenaissance „LE MOYEN DE PARVENIR“, Thomas Hardy’s viktorianischen Gesellschafts- und Frauenroman „TESS OF THE D’URBERVILLES“, erstmals erschienen 1891, übersetzt. Thomas Hardy‘ Roman darf ohne weiteres als Jahrhundertroman gelten, er wird im UK seit über 100 Jahren auch als Theaterstück auf der Bühne inszeniert, und er ist oftmals verfilmt worden, u.a. von Roman Polanski. Dieser Gesellschafts- und Frauenroman entpuppt sich bei näherer Betrachtung mit der Lupe des Psychoanalytikers zugleich als ein freudianisch-psychoanalytischer Roman. Das erstmalige Erscheinen dieses Romans im Jahr 1891 liegt zeitlich knapp vor den weltbewegenden Erkenntnissen Sigmund Freud’s. Hardy’s Roman hat Freud’s Werk in einem auszugsweisen Destillat zitiert, bevor dieses erschienen war, und freudianisches Denken fast vorweggenommen.
Dieser gesellschaftskritische, tiefenpsychologische Frauenroman wurde nun in der im Januar 2017 erschienenen, werkgetreuen Theateradaptation von Dr. phil. Hans Adobe erneut destilliert, konzentriert, verdichtet und der Bühne anverwandelt.
Die Hauptpersonen im Roman und im Stück sind gleichsam Patienten in der psychoanalytischen Praxis von Professor Sigmund Freud in der Wiener Berggasse 19. Aber auch einige Nebenpersonen hätten die Praxis in der Berggasse aufsuchen können: der trunksüchtige Vater von Tess, das oral fixierte, übergewichtige und später trunksüchtige Milchmädchen Marian, und die zappelige Milchmagd Retty mit ihrem nervösen Charakter. Retty versucht, sich nach der Verheiratung Tess‘ zu ertränken. Die Mutter von Tess, eine einfältige Frohnatur, und die kecke Milchmagd Izz Huett mit ihrer scharfen Zunge, erscheinen als realitätstüchtige Personen, die das Beste aus den vorgefundenen Lebensbedingungen herausholen wollen. Tess‘ Mutter brezelt ihre hübsche Tochter auf und schickt sie zur Verheiratung in die Fremde, zum Anwesen der D’Urbervilles. Der Roman von Thomas Hardy erinnert deshalb an die mittelhochdeutsche Versnovelle Meier Helmbrecht von Wernher dem Gärtner. In dieser wird die Hauptfigur, der junge gutaussehende Helmbrecht, Sohn des Gutsverwalters Meier Helmbrecht, mit einer bestickten Mütze, die adelige Herkunft vermuten läßt, ausgestattet, ebenfalls von seiner Mutter mit feinen Kleidern ausgestattet und in die Fremde geschickt, um ein vornehmer Ritter zu werden. Er mordet und plündert, und alles endet schlimm. Nicht anders verläuft es bei Tess, der Tochter eines trunksüchtigen Bauern mit adeligen Vorfahren.
Zu den Hauptpersonen im Roman und Theaterstück: Thomas Hardy’s Objekt unbarmherziger Psychoanalyse ist die nach einer starren calvinistischen Verzichtideologie lebende Pfarrersfamilie Clare in ihrem zwanghaft-religiösen Wahn, und als Abtrünniger dieser frömmlerischen Familie der zwangsneurotische, von seinem ihn beherrschenden starren Über-Ich auf Verzicht und Enthaltsamkeit programmierte Pfarrerssohn Angel Clare, der in der Hochzeitsnacht seine frustrane Theorie der Vergeblichkeit in praxi auslebt, indem er auf den ihm per Ehevertrag zustehenden Sex mit seiner überaus schönen und reizvollen Ehefrau verzichtet, weil diese entgegen seiner ursprünglichen stillschweigenden Erwartung ihres Hymens früher schon verlustig geworden war, und weil nach seiner moralischen Auffassung , wenn das Fehlende auch noch so klein sein mag, dieses doch bedeutungsvoll sein kann.
Der Gegenspieler des zwanghaften Angel Clare ist der hysterische Renaissancemensch Alec D’Urberville, dessen Lebenspraxis in der Tradition von Menippos von Gadara (3. vorchristliches Jahrhundert) und Lukian von Samosata (ca. 120 – 180 n.Chr.) steht und letzten Endes die „schamlose Freiheit der Rede und des Denkens“ im Sinne des Literaturwissenschaftlers Prof. Werner von Koppenfels („Der andere Blick. Das Vermächtnis des Menippos in der europäischen Literatur“, Verlag C.H. Beck 2007, S. 230 ff) zum Thema hat. Alec steht für die Abtei von Thelema, für die Abtei des freien Willens. Alec wird nicht allein vom lustbetonten und am Ziel der baldmöglichen Triebbefriedigung orientierten „Es“ im Sinne Sigmund Freuds beherrscht, sondern auch von seinem starken „Ich“ mit moralischen Über-Ich-Anteilen. Anfänglich und dann auch gegen Ende seines abrupt beendeten Lebens, nur in der Mitte unterbrochen von einem Anfall religiösen Wahns, welcher wohl als Reaktionsbildung auf die Trennung von seiner Geliebten zu verstehen ist, will der freigebige und sinnenfreudige Lebemann Alec D’Urberville ganz im Sinne der Philosophie der Renaissance, wie sie etwa in LEONE EBREO's richtungsweisendem Werk DIALOGHI DI AMORE bei dem Protagonisten Philone zum Ausdruck kommt, das Leben in vollen Zügen genießen und auf nichts verzichten, schon gar nicht auf die körperliche Liebe. Trotzdem ist Alec D’Urberville kein rücksichtsloser Egoist, sondern ein Moralist, der noch nach Jahren, als er von der damaligen Schwangerschaft seiner früheren Geliebten Kunde bekommt, seine moralische und materielle Schuld bei Tess und der Familie Durbeyfield begleichen will. Der erneut in „seine“ Tess verliebte Freigeist sieht auch in der Tatsache, daß Tess mit einem anderen Mann verheiratet ist, kein Hindernis für die freie Liebe. Alec D’Urberville ist jedoch kein Eifersüchtling, der nur Besitz ergreifen will, und für den Dinge und Menschen ganz im Sinne des schnöd-kapitalistischen „endowment-Effektes“ Richard THALER‘s nur etwas wert sind, wenn man sie besitzt. Seine wirkliche geistig-seelische Liebe beweist er, als er erfährt, daß seine geliebte Tess bereits mit einem anderen Mann verheiratet ist, indem er erklärt, daß er Tess und ihren Mann, „wer immer dieser auch sei“, materiell unterstützen wolle. Für diese Großherzigkeit, die in der Engstirnigkeit viktorianischer Moral keinen Platz hat, muß Alec D’Urberville in der Endkonsequenz mit seinem Leben bezahlen.
Tess, die Hauptperson im Roman und im Stück, ist eine suizidal veranlagte, psychotisch anmutende, schwermütige junge Frau mit Depressionen, Angst- und Panikattacken. Heutzutage würde sie viele Tabletten futtern müssen, Psychopharmaka, Antidepressiva und Tranquilizer. Tess ist jähzornig und unberechenbar, verletzt ihren friedfertigen Gönner und Liebhaber Alec dreimal, nämlich, indem sie einmal seinen Arm schmerzhaft in einem Fenster einklemmt, dann ein zweites Mal, wenn sie ihm einen derben Lederhandschuh so heftig ins Gesicht schlägt, daß das Blut tropft. Und ein drittes Mal, als sie ihm nach der überraschenden Rückkehr Angels ein Tranchiermesser ins Herz stößt. Indem sie diesen Mord in dem Bewußtsein verübt hat, daß sie den Tod am Strick des Henkers finden wird, kann ihre Tat als „erweiterter Selbstmord“ aufgefaßt werden. „Wer sich selbst umbringen kann, kann auch andere umbringen“, so lautet die psychiatrische Erkenntnis hierzu. Wie z.B. ein psychisch kranker Pilot, der sein Passagierflugzeug an die Bergwand steuert, weil er nicht alleine sterben will, sondern noch andere in den Tod mitnehmen will. Und so ist am Ende von Roman und Theaterstück die unglückliche Tess auch ganz zufrieden damit, wie es gekommen ist. „Es ist gekommen, wie es kommen mußte! Angel ─ ich bin fast froh, ja froh“, sagt Tess am Ende.
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