Ein poetischer Roman über die Liebe und andere hochkomplizierte Beziehungen.
Als ihre langjährige Geliebte Rachel sie verlässt, geht Josèphe von Le Havre nach Südfrankreich und übernimmt die Leitung des Büros für kulturelle Angelegenheiten. Bei dem Versuch, die Trennung von Rachel zu verwinden, taucht Josèphe nach und nach in ihre Erinnerungen ein: Erinnerungen an das Entstehen ihrer Beziehung zu Rachel, an ihre Eltern und deren Erzählungen aus der Zeit der deutschen Besatzung, an ihre Kindheit in der Nachkriegszeit und ihre beste Freundin Judith und den Jugendfreund Enrique, an die Aufbruchstimmung 1968 bis hin zur jüngsten Vergangenheit.
"Es gibt keine Menschen im Paradies" ist ein komplexer, feinsinniger Roman über die Liebe – voller Humor, Esprit und mit großer Sensibilität erzählt.
Mireille Best
Frankreich Judentum Lesben Nachkriegszeit Zeitgeschichte
'Mireille Best findet Bilder von seltener Eindringlichkeit und großer Poesie, die der Leserin die inneren Zustände der Figuren geradezu sinnlich erfahrbar machen. Ausdrückliche psychologische Erklärungen werden dadurch überflüssig. Es gibt keine Menschen im Paradies ist ein Roman über die Schwierigkeiten menschlicher Beziehungen: über die Vereisung der Gefühle und die Sehnsucht nach Wärme, über gelingende und misslingende Kommunikation, über Feigheit und Mut, Verrat und Treue, Mitläufertum und Außenseitertum. Die Autorin schildert diese im Kern zutiefst tragische Geschichte über die Unmöglichkeit menschlicher Nähe jedoch mit einem scharfen Blick für die Komik des Alltäglichen und für die Skurrilitäten menschlichen Verhaltens. So wird der Roman bei aller Konzentration auf das Innenleben Josèphes nie sentimental, sondern er wahrt stets die schwierige Balance zwischen der angemessenen Ernsthaftigkeit und der notwendigen Ironie. Als Leserin reagiert man immer wieder ergriffen und nachdenklich, aber man muss auch immer wieder lachen und fühlt sich gut unterhalten – das ist ein seltener Glücksfall in der zeitgenössischen Literatur.'Gertrud Lehnert, Hessischer Rundfunk
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'Mireille Best findet Bilder von seltener Eindringlichkeit und großer Poesie, die der Leserin die inneren Zustände der Figuren geradezu sinnlich erfahrbar machen. Ausdrückliche psychologische Erklärungen werden dadurch überflüssig. Es gibt keine Menschen im Paradies ist ein Roman über die Schwierigkeiten menschlicher Beziehungen: über die Vereisung der Gefühle und die Sehnsucht nach Wärme, über gelingende und misslingende Kommunikation, über Feigheit und Mut, Verrat und Treue, Mitläufertum und Außenseitertum. Die Autorin schildert diese im Kern zutiefst tragische Geschichte über die Unmöglichkeit menschlicher Nähe jedoch mit einem scharfen Blick für die Komik des Alltäglichen und für die Skurrilitäten menschlichen Verhaltens. So wird der Roman bei aller Konzentration auf das Innenleben Josèphes nie sentimental, sondern er wahrt stets die schwierige Balance zwischen der angemessenen Ernsthaftigkeit und der notwendigen Ironie. Als Leserin reagiert man immer wieder ergriffen und nachdenklich, aber man muss auch immer wieder lachen und fühlt sich gut unterhalten – das ist ein seltener Glücksfall in der zeitgenössischen Literatur.'
Gertrud Lehnert, Hessischer Rundfunk
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