Chemie – Kultur – Geschichte zeigt, wie eng drei Bereiche miteinander verbunden sind, die im Alltag oft als getrennt oder sogar als unvereinbar gelten. Chemie aber ist Kultur. Chemie aber hat Geschichte. Dieses Verhältnis ist so produktiv wie spannungsreich:
»Wegen ihrer Entwicklung fort vom Alltagswissen hin zu einer esoterischen Wissenschaft mit esoterischer Fachsprache bei gleichzeitiger Entwicklung hin zu einem Unternehmen, das für unser aller Leben von eminenter Bedeutung ist, trägt auch die Chemie zur Beirrung des Menschen in seiner eigenen Umwelt bei, und gerät so in Gefahr, als eine dunkle Macht gefürchtet und eben deshalb abgelehnt zu werden.« (Hans-Werner Schütt).
Hier behutsam aufklärend zu wirken, Chemie in ihrer kulturellen und historischen Dimension zu erfassen, als Teil unserer Kulturgeschichte zu begreifen und zu vermitteln, ist das Ziel einer als Chemiekulturgeschichte verstandenen Chemiegeschichtsschreibung. Um den Ansatz der Wissenschaftskulturgeschichte breiter zu dokumentieren, enthält der Band auch Beiträge, die Physik-, Biologie- oder Technikgeschichte thematisieren.
http://doi.org/10.47261/1503
Astrid Schürmann
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