Dieses Buch schildert die Luftfahrt- und Militärgeschichte des Flugplatzes Brandis, der in den Jahren 1934/35 erbaut wurden und im tiefgelegenen Land zwischen den Orten Brandis, Zeititz, Leulitz und Polenz lag. Offiziell wurde er Fliegerhorst Waldpolenz genannt. Bis zum Ausbruch des Krieges diente er ausschließlich als Blindflugschule. Während des Krieges wurde der Heimathorst von vielen Bomber-, Nachtjagd- und Jagdgeschwadern. Zusätzlich wurde er noch als Erprobungsflugplatz von der Firma Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, Dessau, benutzt. Bei vielen ehemaligen Mitarbeitern und Angehörigen der Luftwaffe blieben die Unfälle und Abstürze des He 177 Bombers des Kampfgeschwaders 1 und die Einsätze des raketengetriebenen Me 163 Jägers des Jagdgeschwaders 400 in bleibender Erinnerung. Ebenso die Erprobung des Strahlenbombers Ju 287 mit den nach vorn gepfeilten Tragflächen und den kreisförmigen Nurflügler von der Firma Sack in Machern. Am 16. April 1945 wurde der Flugplatz von Einheiten der US-Armee eingenommen. Nach der Kapitulation von Wurzen am 24. April 1945 wurde er als Repatrierungslager für befreite alliierte Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter benutzt. Erst am 2. Juli 1945, beim Wechsel der Militärverwaltung, tragen russische Truppen im Gebiet um Brandis ein.
Stephen Ransom
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