Vor allem in den ersten Kriegsmonaten gerieten hunderttausende von Rotarmisten in deutsche Gefangenschaft. Sie wurden in riesigen Lagern zusammengepfercht und so schlecht versorgt, daß die meisten starben. 200.000 kamen in das Stammlager 326 in der Senne bei Paderborn. Jeder dritte erlebte die Befreiung im Frühjahr 1945 nicht. Nun liegt die Geschichte dieses Lagers vor.
Karl Hüser
Stukenbrock Kriegsgefangene Zweiter Weltkrieg Sowjetunion Lager
Vor allem in den ersten Kriegsmonaten gerieten hunderttausende von Rotarmisten in deutsche Gefangenschaft. Sie wurden in riesigen Lagern zusammengepfercht und so schlecht versorgt, daß die meisten starben. 200.000 kamen in das Stammlager 326 in der Senne bei Paderborn. Jeder dritte erlebte die Befreiung im Frühjahr 1945 nicht. Nun liegt die Geschichte dieses Lagers vor. Ein ausgezeichnetes Buch in Inhalt und Aufmachung, klar gegliedert mit einem umfangreichen Dokumententeil sowie einem umfassenden Quellen- und Literaturverweis. Hüser und Otto erzählen die Geschichte des Lagers nüchtern und ohne Pathos. Die Schrecken sprechen für sich. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock unterstützten die Arbeit der Autoren. Der Verlag für Regionalgeschichte hat mit diesem Buch sein ohnehin ansehnliches Angebot an zeitgeschichtlicher Literatur um einen wichtigen Titel ergänzt. Hier wird gezeigt, wie regionale Geschichte geschrieben werden kann.
Heiner Lichtenstein, in: Westdeutscher Rundfunk, 28.2.1992
Stalag 326 was the key camp for providing labour for the Ruhr mines and other industries. An estimated 65.000 prisoners died in the course of the war. The book covers not only the details of the camp organization and ist function within the labour mobilization, but also the treatment of the prisoners and their response, and their relations with the local population. It is an excellent example of how such studies should be done.
Jeremy Noakes, in: German History 13, 1995
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