Mit geduldiger Konsequenz legt Achim Wannicke in seiner knapp dreißigjährigen Spracharbeit seinen 4. Lyrikband ZEITENWÄSCHERIN vor - mit Bildern von Thomas Klingenstein und einem von Viktor Hoffman vertonten Gedicht.
Es wird in dieser neuen und dramaturgisch aufbereiteten Sammlung eine emotional aufgeladene Poetik vorangetrieben, die alle Sinne einschließt und viele Wirklichkeiten offenläßt. Mit unverwechselbarer Sprachmelodie, bis manchmal in den Wagemut singend-sagenden Bewusstseins – und gerade dadurch dem heutigen Moment gewachsen – scheut Wannicke auch vor dem ins Abseits gedrängten Pathos nicht zurück.
auch vor dem ins Abseits gedrängten Pathos nicht zurück.
Die Gedichte faszinieren dabei durch einen Resonanzraum, der sich einerseits an kulturell alten Techniken tranceinduktiven Sprechens orientiert, zugleich aber von neuester Wissenschaft lernt und somit eine präzise Einbildungskraft jenseits vordergründiger Vernunft einfordert.
Vor allem in den eigenwilligen Langpoemen wie „Irminsul“ und dem titelgebenden „Zeitenwäscherin“, die sich weit hinaus an Wissensgrenzen begeben, arbeitet Achim Wannicke mit der Poesie als Erkenntniswerkzeug wie andere mit Systhemtheorie und Neurobiologie. Diese Gedichte sind in der deutschen Lyrik singulär.
Achim Wannicke
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